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Gefrees Halbmarathon am 30.8.2003 - Bericht von Thomas Schmidtkonz

Frankens härtester Halbmarathon

Nachdem ich letztes Jahr meine Frau Gaby bei diesen anspruchsvollen Lauf begleitete und wir beide nach 2:41 als letzte Teilnehmer im Ziel eintrafen, aber uns so ein schöner Empfang bereitet wurde, wollte ich es dieses Jahr mal alleine versuchen.
Es sollte gleichzeitig ein, wenn auch etwas knapp bemessener Vorbereitungslauf für den Jungfrau Marathon sein, der genau eine Woche später statt fand.
Als Zielzeit nahm ich mir so ca. 2:00 Stunden vor.

In der Beschreibung des Veranstalters steht "Auf Forstwegen geht es im malerischen Ölschnitztal vorbei an der Entenmühle ..." und so kommt  man schnell zum Trugschluss, dass es sich bei der Strecke um einen gemütlichen Talweg handelt.
Aber wenn man auf das Höhenprofil der Strecke schaut, wird man eines besseren belehrt. Da wird man  aufgeklärt, dass es sich um einen Höhenweg handelt, der oberhalb des Tales ständig bergauf und bergab führt. Dazu kommt, dass auf dem Rückweg von Bad Berneck etwa 150 Höhenmeter mehr zu überwinden sind als auf dem Hinweg. Insgesamt dürften auf der Strecke etwa 400 Höhenmeter bergauf zu bewältigen sein.

Ich reise samstags bei strömenden Regen an.
Ein tolles Wetter!
Auch als ich die Startunterlagen abhole, schüttet es noch aus vollen Kübeln.
Wenige Minuten später hat aber Petrus das Einsehen und so kann ich mich sogar im Trockenen warm laufen, bevor ich mich im Startblock mit über 400 weiteren Mitstreitern einreihe.

Schon fällt der Startschuss und die meisten rasen los als lägen nur 10 flache Kilometer vor uns.
Ich halte mich zurück und laufe gemütlich die erste kleine Runde, die uns noch einmal zurück zum Sportplatz führt, wo der Startschuss vor noch nicht allzu langer Zeit fiel.

Erst  jetzt gehen wir auf die eigentliche Strecke. Dabei komme ich mit einem Läufer ins Gespräch, der wie so viele andere hier ein T-Shirt vom diesjährigen Fichtelgebirgsmarathon trägt. Na ja wir sind ja hier am Rande des Fichtelgebirges. Er schwärmt von diesem Lauf und ich erzähle, dass ich nächste Woche in der Schweiz beim Jungfrau-Marathon mitlaufe. Ich ernte dafür Anerkennung und eingedenk dieser Anerkennung gebe ich nun etwas Gas.

Wir verlassen die Straße und landen im Wald, wo uns ein schöner Fahrweg stets bergauf und bergab wie auf einer Achterbahn durch den Wald führen wird. Nur am Rand von Bad Berneck werden wir diesen Wald kurz verlassen.

Bereits auf dem 3. Kilometer sind einige Anstiege zu bewältigen, was sich in meiner Kilometerzeit von 5:42 gleich bemerkbar macht. Dafür bin ich auf dem nächsten Kilometer fast einen Minute schneller, da es hier verstärkt aber nicht immer bergab geht.

Oberhalb der Entenmühle bei Kilometer 4 erreichen wir den ersten Verpflegungspunkt, der vorbildlich mit einem Schild angekündigt wird. Ich fasse ordentlich Getränke, da die Strecke bereits kurz dahinter wieder giftig ansteigt.

Nun geht es immer so weiter.

Beeindruckend ist die Burgruine Stein, die wir rechts von der Strecke sehen. Hätte ein Schild sie nicht angekündigt, hätte ich sie wohl wegen der so kurzen Lücke zwischen den Bäumen, die einen Blick freigibt, doch glatt übersehen.

Kilometer 9 und 10 sind 2 schnelle Kilometer, da es vornehmlich bergab geht. Trotzdem erreiche ich Kilometer 10 erst nach knapp 54 Minuten. Ob das mit den 2 Stunden klappt, wo es doch rückwärts hauptsächlich bergauf geht?

Kurz dahinter erreichen wir von diversen Zuschauern begrüßt die Wende in Bad Berneck.

Nun verlassen wir den Fahrweg und laufen einen schmalen Wanderweg im gewohnten Achterbahnprofil.
Das bringt etwas Abwechslung ins Spiel und mir macht es Spaß auf den schwierigeren Untergrund bergab  Gas zu geben.

Zwischen Kilometer 12 und 13 erreichen wir wieder den Hauptweg, den wir ja schon vom Herweg kennen.

Der schwierigste Kilometer ist Kilometer 14, wo es praktisch nur bergauf geht. Hier entscheide ich mich ein Stück zu gehen und verliere prompt mit der schlechtesten Kilometerzeit von 7:14 auch gleich so richtig Zeit.
Ob das noch was mit einer Zeit um 2:00 wird?

So beschließe ich die kommenden Steigungen alle zu laufen. Allerdings machen sich so verstärkt meine Achillessehnen bemerkbar. Ansonsten geht es mir aber recht gut und ich halte mich mit dem Fluchen zurück.

Besonders beeindruckt mich eine Geherin, die ich am Hang trotz relativ schnellem Lauftempo einfach nicht einholen kann. Sollte ich doch zwischendurch gehen?

Ein Stück weiter sehe ich einen Läufer verdächtig langsam gehen. Als wieder so ein Scheitelpunkt erreicht ist, fängt er nicht an zu laufen, sondern biegt links ab und muss sich übergeben.
Oh je er hat sich wohl übernommen und ist schon im Unterzucker.

Mitleidig lass ich ihn hinter mir. Meine Kilometerzeiten hinter den schlimmen Kilometer 14 lagen nun alle unter 6 Minuten und so habe ich noch eine kleine Chance unter 2:01 zu laufen.

Endlich verlassen wir wieder den Wald und müssen nun noch die Straße in verkehrter Richtung bis zu einer Wende laufen. War das letztes Jahr auch so?

Da es da aber etwas bergab geht, kann ich Gas geben. Nur muss ich diesen leichten Anstieg auch wieder hoch.
Ich beiße die Zähne zusammen und spurte die Straße zurück. Auch bis zum Sportplatz steigt die Strecke weiterhin leicht an. Aber nun will ich doch etwas kämpfen und so gesprochen kämpfe ich.

Da, endlich ist der Sportplatz erreicht! Ein kurzes Stück bergab und noch auf einer Halbrunde. Hier ist es endlich wirklich ganz, ganz flach. Also spurte ich los und knack völlig unerwartet und angenehm überrascht die magischen  2:00 mit einer Zeit von 1:59:54.
So verbessere ich meinen persönlichen Streckenrekord auf dieser Strecke um über 41 Minuten.
:-) So eine Steigerung hatte ich schon lange nicht mehr.

Hinter dem Ziel gibt es wie im Vorjahr kostenlos viel Obst und viele leckere Kuchensorten.

Mein Fazit: Ein landschaftlich sehr schöner Lauf mit optimaler Verpflegung.
Wenn man nicht auf jede Minute oder gar Sekunde achtet, macht dieser Lauf richtig Spaß.

Infos

Links:

Offizielle Website des Veranstalters

Mein Bericht von der Veranstaltung 2002

Anzahl Finisher: 418
Bestzeit Männer: 1. Sichermann, Paul 65 1. M35 LG Kreis Ansbach 01:15:20
2. Bauer, Rüdiger 64 2. M35 VfB Helmbrechts 01:17:56
3. Laufer, Thomas 68 3. M35 Tri-Team ev.J. Bayreuth 01:18:02
Bestzeit Frauen: 1. Rybinska, Alicja 83 1. W20 Team Grycz 01:36:43
2. Haug, Anne 83 2. W20 BTS Bayreuth 01:37:51
3. Wiedemann, Edith 57 1. W45 CIS Amberg 01:39:38 
Letzter Läufer: 2:36:21
Wetter: Trocken nach heftigen Regenschauern
Strecke / Höhenmeter: etwa + 400 m / - 400 m
stetig bergauf und bergab

Die hügelige Wendepunktstrecke führt vom Gefreeser Sportplatz zur Grünsteiner Mühle. Auf Forstwegen geht es im malerischen Ölschnitztal vorbei an der Entenmühle und der Burgruine Stein sowie durch die Kuranlagen bis zum Wendepunkt am Marktplatz von Bad Berneck. Die zweite Streckenhälfte führt weitgehend auf den gleichen Wegen zurück nach Gefrees. Zwischen Kilometer 13 und 19 ist der schwierigste Abschnitt mit mehreren Anstiegen zu bewältigen.
Schulnote Schönheit der Strecke 1-2
Schulnote Organisation 1
Schulnote Service 1
Schulnote Zuschauer 
(Anzahl / Motivation)
2-3
Schulnote Gesamteindruck 1-2

 

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