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Bericht vom 4. Stadtlauf in Neumarkt mit Halbmarathon am 14.9.03 von Matthias Lehnerer

Diesen Termin wählen viele Bayerische (und nicht nur die) Läufer als willkommene Trainingseinheit für ihren Marathonstart in München. Für mich sollte es in diesem Jahr ebenfalls soweit sein. Nach meinem ersten HM in Regensburg 2003, der für mich persönlich nicht so gut lief (die Hitze forderte ihren Tribut), nahm ich mir vor, die Fehler, die mir in Regensburg unterlaufen waren, hier nicht zu wiederholen.

Ich wusste, dass ich die Strecke schaffen kann (ohne Gehpausen), da ich in meiner Vorbereitung schon über 30 KM bewältigt habe – die Sorge war ich schon mal los.

Ich habe sehr gut geschlafen, konnte also ausgeruht an den Start gehen. Ich lief mich im richtigen Augenblick warm (nicht zu spät, aber auch auf keinen Fall zu früh). Es sollten auf der 10,5 km langen Strecke, die zweimal gelaufen werden musste, drei Trinkstationen geben. Ich war mir Anfangs nicht sicher, ob das reicht und nahm mein Trinksystem deshalb mal mit. Da die Temperaturen aber nicht zu heiß werden sollten, verzichtete auf das zusätzliche Laufgepäck.

Vor dem Start noch ein kleiner Small Talk mit anderen Läufern im Startblock und kurz nach 10 Uhr erfolgte der Startschuss. Ich hatte mir vorgenommen, diesen Lauf in etwa 1:40 h zu absolvieren. Meine Strategie sah vor, in der Nähe des 1:45 h Zugläufers zu bleiben, und ab KM 8 ein gutes Stück vor ihm zu sein. In der zweiten Runde wollte ich dann Gas geben und schließlich in der erhofften Zeit anzukommen. Das Tempo der anderen Läufer war erstaunlich hoch. Sollten die alle am 10,5 Stadtlauf teilnehmen? Na gut, dann wäre das Tempo richtig, aber wer den HM aus dem Startblock C so angeht, wird noch sein blaues Wunder erleben. Nach einem Kilometer nahm ich etwas Geschwindigkeit raus, da ich viel zu schnell unterwegs war. Etliche Läufer überholten mich und wollten am liebsten ganz vorne sein. Soll mir Recht sein, solange ich dann in der zweiten Runde nicht wieder alle überholen muss.

Nach knapp 3 Kilometern platzte der Luftballon des Zugläufers, der etwa 300 Meter vor mir lief. Ärgerlich, da ich nicht wusste, an welchem Trikot ich ihn erkennen sollte. Den meisten Läufern schien dies aber nichts auszumachen, da sie es mit lautem Gejohle und Gelächter quittierten.

Allen Läufern wurden mit den Startunterlagen übrigens Ratschen überreicht. Ein großes Lob an das Publikum, die mit diesen Geräten (und mit allem, was sonst noch Lärm macht – Töpfe, Eimer, Stereoanlagen etc.) ordentlich Kracht machten und die Läufer hervorragend unterstützten. Sehr gut fand ich auch, dass auf den Startnummern der Vorname abzulesen ist. Das war auch schon in Regensburg so. Man fühlt sich besser, wenn man mit dem Vornamen angefeuert wird. Hoffentlich wird das auch bei anderen Laufveranstaltungen übernommen.

Nach etwa 7 Kilometern hatte ich tatsächlich den Zugläufer eingeholt. Ich wechselte ein paar Worte mit ihm und hatte meine Zeit eingehalten.

Das Wetter hielt auch, was es versprach. Knapp 20 Grad, leicht windig und hin und wieder brach die Sonne durch die Wolken. Fast ideales Laufwetter. Bis zum Zieleinlauf sollte es die Sonne schaffen, den Himmel bayrisch einzufärben.

Der Schluss der Runde hatte es noch mal gehörig in sich. Man musste eine Runde über den Volksfestplatz laufen, bei dem Zuschauer eine eigene Versorgungsstation aufgebaut hatten – vielen Dank noch mal dafür. Anschließend ging es über eine Brücke (die Steigung war ziemlich anstrengend) und etwa einen Kilometer weiter musste man noch einmal eine lange Steigung bewältigen. Ansonsten war die Strecke ziemlich flach und landschaftlich reizvoll. Bereits jetzt traf ich auf die ersten Läufer, die mich wenige Meter nach dem Start unbedingt überholen mussten. Der Zieleinlauf ging über Kopfsteinpflaster – für nahezu jeden Läufer ein Graus. Aber das Publikum feuerte jeden an, der es bis hierher geschafft hatte.

Für mich und 848 weitere Läufer hieß es jedoch, die selbe Strecke noch einmal zu laufen. Meine Nettozeit bis dahin war nicht ganz im Soll. Ich musste als im zweiten schneller werden, als ich vorhatte. Bereits nach wenigen Metern überholte ich weitere Läufer, die mit Seitenstechen nur weitergehen konnten. Bei Kilometer 11 wurde auch ich überholt – es sollte auf der zweiten Runde der einzige bleiben. Ich dagegen machte viele Plätze gut. Meter um Meter fraß ich mich durch langsamer werdende Läufer. Etliche Zuschauer machten sich nun auf den Weg zum Ziel. Diejenigen, die noch ausharrten, feuerten die vorbeikommenden Läufer allerdings doppelt so laut an. Viele Kinder standen an der Strecke und hielten ihre Hände raus, um abzuklatschen. Da ich die Sache nicht so verbissen angehe, tat ich ihnen den Gefallen. Bei etlichen Zuschauern bedankte ich mich auch für die Unterstützung. Das gehört dazu, denn ohne sie geht es nicht und ein Danke schön kostet schließlich nicht gleich Minuten der anvisierten Zielzeit.

In Regensburg war bei mir nach 15 Kilometern fast das Rennen vorbei – diesmal legte ich hier noch einmal nach. Meine Kilometerzeit lag nun bei 4:40 min. Ich war überzeugt, dass ich das bis zum Ziel durchhalten könnte. Meine größte Sorge allerdings war, dass der Flüssigkeitsverlust zu groß würde. Ich hatte zwar vor dem Start ausreichend getrunken und auch jede Verpflegungsstation mitgenommen, aber die zwei Steigungen zum Schluss sind ja schließlich nicht ohne.

Nach 18 Kilometern fühlte ich mich großartig. Meinetwegen hätte der Lauf noch ein paar Kilometer länger sein können. Ich hatte keinerlei Probleme mit der Atmung, die Muskulatur und Gelenke machten mir nicht zu schaffen und des Trink- und Ernährungsproblem stellte sich auch als nicht vorhanden dar. Trotzdem hielt ich diszipliniert an meinem Tempo fest. Langsam bekam ich allerdings trotzdem Bedenken, ob ich die 1:40 h noch schaffen würde. Hochrechnungen zufolge würde ich nur knapp darüber bleiben. Ich hätte jetzt die restlichen 3 KM in 4:30 min/km laufen müssen. Ein Unterfangen dass ich bei einem 10 Kilometerlauf zwar fertig bringen würde, aber nicht bei einer doppelt so langen Laufstrecke. Meine Enttäuschung hielt sich jedoch in Grenzen. Bereits jetzt war ich stolz, die angestrebte Zeit fast zu erreichen.

Zwei Kilometer vor dem Ziel konnte man den Zieleinlauf bereits mithören. Der Gedanke an frisches Obst nach dem Zieleinlauf brannte sich in mein Gehirn. Auch die Vorstellung, noch eine kühle Radlerhalbe zu genießen, nahm konkrete Formen an. Der letzte Kilometer: Jetzt nur nicht übermütig werden und zu früh das Tempo anziehen. Den Schlussspurt wollte ich über die Ziellinie schaffen. Ich lief auf eine Gruppe auf, die jedoch nur ungern Platz machte. Der Gehweg war nicht breit genug und auf der Straße viel Verkehr unterwegs. Ich mahnte mich einerseits zur Geduld, fluchte andererseits jedoch über diese Läufer, die kurz vor dem Ziel schlappzumachen drohten. Hoffentlich kippt keiner von denen um, denn sonst müsstest Du auch noch helfen, war nur einer meiner Gedanken. Es kamen aber alle ins Ziel und ich glaube, dass keiner Notärztlich versorgt werden musste.

Dann bog ich auf die „Zielgerade“ ein. Die Marktstraße musste zur Hälfte noch gelaufen werden, Strecke etwa 200 Meter. Ich begann meinen Schlussspurt. Etwa 5 Läufer konnte ich noch überholen, dann erreichte ich die Finish-Zone und lief langsam aus. In 1:41:25 erreichte ich überglücklich das Ziel.

Lächelnd, in Siegerpose. Für mich auf jeden Fall ein Sieg. Ich war keineswegs erschöpft. Hätte ich geahnt, dass es so gut läuft, hätte ich mich in den nächsten Starblock gemeldet. Dann hätte ich vermutlich auch die 1:40 h geknackt. Aber das ist Spekulation und der gebe ich mich nicht hin. Die Versorgung im Zielraum war überragend. Von frischem Obst bis zu Getränken und Gebäck war alles vorhanden. Es durften sogar Betreuer und Bekannte mit in den Zielraum, was auch nicht überall der Fall ist. Die abschließende Massage hätte ich gerne noch genossen, aber die Schlange vor dem Zelt schreckte doch etwas ab. Ich entschloss mich deshalb, den Auslauf gemütlich angehen zu lassen und mich dann auszudehnen.

Fazit:

Ein schöner Lauf, die Organisation hätte besser nicht sein können. Phantastische Zuschauer, anspruchsvolle, abwechselnde Strecke und für mich persönlich eine hervorragende Zielzeit.

E-Mail an Mathias

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