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19.4. - 21.6.03 - Kurzbericht vom Sieger Robert Wimmer
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Abenteuer Transeuropalauf -
Das längste Wettrennen der Menschheitsgeschichte

Kurzbericht vom Sieger des Laufes Robert Wimmer

Am 19.April starteten 37 Läufer und 7 Läuferinnen zum TransEurope - Footrace von Lissabon nach Moskau.
Die Teilnehmer reisten aus Ländern der ganzen Welt an. So waren Läuferinnen und Läufer aus den USA, Japan, Brasilien, Finnland, Frankreich, Italien, Schweiz und Deutschland vertreten.
Wir bewältigten in 64 Tagen eine Gesamtdistanz von 5056 km. So machte unser durchschnittliches Tagespensum knapp 80 km pro Tag aus und das ohne jeglichen Ruhetag.
Die Strecke selbst führte uns von Portugal über Spanien, Frankreich, Belgien, Deutschland, Polen, Weißrussland bis schließlich tief nach Russland hinein.
Für ein interessantes Laufprofil sorgten unter anderem Gebirgszüge wie die Pyrenäen, Ardennen, Eifel und der Harz.

Aufgrund der unterschiedlichen Sprachen, Kulturen und Gesetze stellte dieses Vorhaben auch in Hinsicht der Organisation durch Ingo Schulze alles bisher da gewesene in den Schatten.

Hier mein Dank an Ingo und alle Betreuer für diese Wahnsinnsleistung!

Ich benötigte einige Etappen, um meinen Körper und meinen Verstand an diese Herausforderung zu gewöhnen. In den ersten Tagen  neigten wir dazu, zu schnell zu laufen und sich mit den anderen an der Spitze mittels Zielsprints zu messen. Aber bald reifte die Erkenntnis, dass man diesen Lauf nur dann finishen kann, wenn man seine Kräfte exakt einteilt und sich nur von einer Etappe auf die nächste konzentriert.

Von Portugal bis Polen hatten wir einen landschaftlich sehenswerten Lauf mit guter Versorgung hinsichtlich Nahrung, Hygiene und Unterkunft.
Ab Weißrussland bis Moskau mussten wir jedoch unsere Ansprüche auf Null herunterfahren, um mental bestehen zu können.
Aufgrund der hygienischen Situation hatten viele, so auch ich, mit starken Magen- und Darmproblemen zu kämpfen. Bei mir war das verunreinigte polnische Leitungswasser schuldig.
So konnte ich mehrere Tage über weite Strecken nur gehen und ich dachte hierbei schon mal daran aus gesundheitlichen Gründen aufgeben zu müssen. Aber ich konnte Dank meiner erlernten mentalen Kraft und insgesamt robusten körperlichen Verfassung diese Krise gut überwinden.

So wurde dann ein Lebenstraum wahr:

Ich konnte diesen Lauf über 5056 km in 480 Stunden gewinnen, da ich mich in vielen Belangen professionell vorbereitet hatte:

  • Mentaltraining durch den Extremradfahrer und Freund Hubert Schwarz

  • Lauftraining mit bis zu 520 km in der Woche mit Betreuung durch Dr. Thomas Prochnow (Sportwissenschaftler)

  • Ernährungsumstellung auf vegetarische Kost mit 10 kg Gewichtsreduktion mit Hilfe von Dr. Wolfgang Feil von Ultra-Sports

  • Streichung von Alkohol und Zigaretten

  • einjähriger Berufspause

  • Unterstützung durch Sponsor Bär-Schuhe

  • und natürlich der Rückhalt in meiner Familie durch meine Frau Ursula und unsere beiden Kinder Oliver, 4 Jahre und Klein Franziska mit 3 Monaten.

Gerne erinnere ich mich an die vielen Zuschauergruppen am Straßenrand und den Medien vor Ort.

Besonders habe ich mich in Frankreich über eine ältere Dame gefreut, die mit dem Fahrrad gerade vom Einkaufen kam. Sie sah mich, stieg vom Fahrrad ab und applaudierte mir spontan und begeistert zu.

Besonders herzlich wurden wir in Polen empfangen, wo wir an jedem Etappenziel vom Bürgermeister empfangen wurden, einer Volkstanzvorführung beiwohnen durften und sowohl reichlich, als auch vielseitig verköstigt wurden.

Die problematischsten Umstände hatten wir dann in Hinsicht auf Nahrung, Unterkunft und Hygiene im armen Weißrussland, wo wir teilweise in „Rattenlöchern“ untergebracht waren.

Der Transeuropalauf war der längste und für mich persönlich der vielleicht härteste Wettlauf, der jemals auf diesem Globus stattfand.

Nun werde ich mich auf den Transamerika - Lauf 2004 vorbereiten, um zu testen, ob ich danach fit bin meine ultimative Lauf-Vision zu verwirklichen:

In 220 Tagen auf einer Strecke von 22.000 km um die ganze Welt!

Euer Robert Wimmer

Weitere Infos

Roberts Homepage bei Laufcampus

Roberts Page beim Team Bittel

Website vom Veranstalter des Transeuropalauf

 

 

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