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laufspass.com -  3. Weinturmlauf in Bad Windsheim - Halbmarathon am 21.3.2004
Bericht von Thomas Schmidtkonz
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Lauf in den Frühlingssturm

Jedes Jahr im Frühling veranstalten der Rotary Club Uffenheim und der TV 1860 Bad Windsheim einen besonders schönen Halbmarathon und 10 km - Lauf.
Schon fast aus Tradition will ich wieder teilnehmen, da ich schon bei allen vorherigen Weinturmläufen mit gemacht habe. Na ja, es gab bislang nur zwei in den Jahren zuvor.

Leider ist das Wetter sehr stürmisch und regnerisch als Gaby, Mathias, Susanne und ich anreisen.
Gaby wird zusammen mit Susanne die 10 km laufen und Mathias und ich werden uns an die Halbmarathondistanz heranwagen.
Obwohl es ziemlich mild ist, empfinden wir gerade die Sturmböen als sehr kalt und so wissen wir nicht recht, was wir für den Lauf anziehen sollen.

Ich entscheide mich zwar für Shorts, aber auch für einen leichten Windbreaker, den ich notfalls ausziehen kann.

Endlich ist es so weit, dass wir zum Start laufen können. Das Starterfeld wirkt heute nicht so groß wie letztes Jahr. Na ja die Schönwetterläufer sind wohl heute zu Hause geblieben.
Ich unterhalte mich noch etwas mit Mathias als der Startschuss ganz unerwartet und ohne Vorankündigung fällt. So betätige ich die Starttaste meiner Stoppuhr 2-3 Sekunden zu spät.
Da Mathias schneller als ich ist, verabschieden wir uns gleich auf den ersten Metern voneinander.
Ich will die ersten Kilometer erst einmal etwas ruhiger angehen.

Anfangs bläst der Wind brutal von links und ich weiß, dass wir bald nach links abbiegen dürfen. Und prompt als der Weg sich Richtung Westen wendet sind wir ganz brutal den Sturmböen ausgesetzt.

Noch ist das Feld nicht so sehr auseinander gezogen und so kann ich mir immer wieder einen Läuferpulk aussuchen, in dessen Windschatten ich laufen kann. Leider finde ich nicht gleich den Pulk mit den passenden Tempo und muss immer wieder überholen um zum nächsten Pulk aufzuschließen.

Nun geht es auch noch bergauf und so zieht sich leider die schützende Läufergruppe vor mir immer mehr auseinander, so dass ich bald nur noch ein bis zwei Läufer vor mir habe.

Wie bin ich froh als ich der Weg endlich nach Norden wendet. Nun bläst der Sturm wieder von der Seite.

Endlich wendet die Strecke Richtung Osten und wir haben den Wind voll im Rücken. Dazu geht es noch leicht bergab. Ich komme Richtung in Schwung, ich hebe fast ab und fühle mich wie ein Rennpferd. Nur fliegen ist schöner ...

Wieder eine kurze Wendung nach Norden und wieder Seitenwind, aber schon geht es wieder nach Westen und ich werde brutal abgebremst. Ich fühle mich wie eine Schnecke, die nicht vom Fleck kommt.
Wie gut, dass hier der erste Verpflegungsposten ist.

Noch ein paar Hundert Meter und bald haben wir den Wind gleich für mehrere Kilometer im Rücken. Wieder kann ich richtig schön Tempo machen. "Ich düse, düse im Sauseschritt ..."

Bei Kilometer 9 erreichen wir den nächsten Wendepunkt der Strecke und nun geht es für etwa 5 Kilometer und später noch einmal 1-2 Kilometer nur dem Sturm entgegen.

Die Zehnkilometerläufer biegen nun auch noch zum Ziel ab und so finde ich nur wenige Läuferinnen und Läufer in deren Windschatten ich mich mogeln könnte.

Der Anstieg zwischen Kilometer 11 und 13 ist hart. Aber irgendwie macht es trotz des Gegensturms Spaß. Frei nach dem Motto, was mich nicht umbringt, macht mich stärker und ich freue mich schon wieder auf die Rückenwindpassagen. Zwischen Kilometer 16 und 20 haben wir den Sturm wieder meist im Rücken und so kann ich zuvor verloren gegangene Zeit teilweise wieder wett machen.

Hart ist noch einmal der letzte Kilometer, wo der Orkan mir wieder voll ins Gesicht bläst. Wie gut, dass ein paar Läufer in gleicher Höhe sind. Wir bilden zu fünft eine Kette, wie man es sonst nur bei den im Windschatten fahrenden Skatern sieht. Das macht ja richtig Spaß! So was habe ich beim Laufen noch nicht erlebt.

Endlich biegen wir in die 200 - 300 m lange Zielgerade ein. Ich lege noch einmal einen Zwischenspurt rein und kann dabei noch zwei Läufer unserer Fünferkette überholen.

Mit zur Siegerpose erhobenen Armen überquere ich als Sieger über den Sturm die Ziellinie.

Im Ziel tauschen wir uns Läufer und Organisatoren noch über die Sturmböen aus, bevor wir ich mich ins Kurhaus zurückbegebe, wo man sich duschen und umziehen kann.  Dort kann man sich auch gut mit Speis und Trank versorgen.

Bei der Verlosung gehe ich bei Hauptgewinnen wie einer Reise nach Paris oder einem Spanferkelessen für 10 (!) Personen leider leer aus. Aber vielleicht klappt das ja nächstes Jahr, da ich gerne wieder kommen möchte.

Die Organisation und das Ambiente der Veranstaltung war schon wie in den Vorjahren vorbildlich.

Infos / Bewertung

Links:

Ergebnisliste auf der Website des Rotary Clubs Uffenheim

Veranstaltungshinweise des TSV 1860 Bad Windsheim

Wetter: Mild bis 12 Grad, Sturmböen
Höhenmeter: ca. 80 m
Schulnote Schönheit der Strecke 2
Schulnote Organisation 1
Schulnote Service 1
Schulnote Zuschauer 
(Anzahl / Motivation)
2-3 (da war wohl das Wetter zu schlecht)
Schulnote Gesamteindruck 1-2
Verbesserungsvorschläge Kilometermarkierung für Kilometer 6 war falsch gesetzt
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