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Bericht vom Altmühlsee - Halbmarathon am 15.07.06 von Sven Bladt

Die verrückte Pace in der Gluthitze für ein Gutmanbier

Autor:  Sven Bladt

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Altmühlseelauf 2006

Sven in Front beim Altmühlseelauf 2006

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Die verrückte Pace in der Gluthitze für ein Gutmanbier

Bin am Samstag in Unterwurmbach, zum Lauf rund um den Altmühlsee gestartet.
Zwei Tage später kann ich nur sagen: Nicht noch einmal, wenn 90% der Strecke in der prallen Sonne liegen und das Thermometer um 18 Uhr immer noch bei 29 Grad steht. Nun traf ich dort zufälliger Weise, einen von meinen ehemaligen Trainingspartnern, der dort im Orga-Team mithalf.
Der sagte: "Hi Sven, schön dich hier zu sehen ... Wenn du es schaffst unter 1:40h zu laufen, gebe ich dir ein Gutmann Bier aus." Ein Mann, ein Wort und auf ging's ran an den Start, gleich in die dritte Startreihe aufgestellt. Das war echt vermessen von mir, bei diesen leichten und sehnigen Gestalten hier vorne, aber ich hatte nicht viel Zeit darüber nachzudenken, weil es schon losging.

Die ersten zwei Kilometer in 8:10min, der Puls gleich auf 172 dachte ich nur: "Mann das hältst du nie und nimmer durch, mach mal lieber etwas langsamer".
Gesagt, getan, nur der Puls wollte nicht mehr runter. Bei Kilometer 5 dachte ich schon das erste mal, wie schön es doch wäre, wie all die anderen am oder im See zu liegen. Dann blieben auch schon die ersten Läufer einfach stehen und schnappten nach Luft. Das Teufelchen in mir schrie: "He, was die können, möchte ich jetzt am liebsten auch tun!" Der Wille aber flüsterte nur: "Nein, sei stark und gib dir nicht solch eine Blöße, wenn du durchhältst kannst du dir was Gutes tun, gleich noch baden gehen und denke ganz besonders an das Bier als Belohnung, wenn du diese Zeit schaffst.

Also ging es weiter, leider ohne Getränkeflaschen dabei. Nie wieder, das schwöre ich!

Altmühlseelauf 2006

Sven in Front beim Altmühlseelauf 2006

Kilometer 10, die Uhr zeigte 45:31min , noch 11 Kilooooooomeeeeeter, Hilfeeee.

Dann kam ein kleinerer Läufer, max. 30 Jahre und überholte mich und meinte dann, dass es nicht fair sei, ihn so zu behindern und gar abzudrängen. Ich sagte nur: "Warum sollte ich, ich laufe auf meiner Ideallinie und immerhin war ich gerade noch vor dir." Das sah er dann wohl auch so und reichte mir die Hand zum Abklatschen. Da hatte ich jemanden gefunden, der mich von meinen Gedanken ablenkte und mir von sich erzählte. Er, mit seinen 59 kg, heute ohne Pulsmesser und Zielzeit 1:40h, ist schon öfter diese Strecke gelaufen und da lag sein Puls immer so bei 135. Wie schön für ihn! Mein Blick fiel sofort auf meinen Pulsmesser. Oh Gott, schon 175 Schläge! Bloß nicht mehr drauf sehen. Er fragte noch so nebenbei, wie ein Kerl mit meinem Gewicht, solch ein hohes Tempo laufen kann. Ja wie? Das habe ich mich auch schon bei der Quelle Challenge in Roth gefragt.

Kilometer 15 = 1:12h, die linke Wade fängt an sich zu verhärten.

Bei der Challenge, hatte ein etwas höheres Tempo geholfen und der Schmerz war weg. Also probieren wir das doch noch einmal .Schneller ok, aber wie??
Aber es ging, mein kleinerer Begleiter blieb dann etwas zurück und sofort kamen wieder diese dummen Gedanken. Nein, weiter, los, weiter. Ein paar hagere Läufer, so um die 50 Jährchen, ziehen ganz locker an mir vorbei. Egal, weiter. Ein heiß ersehnter Getränkestand kommt in Sicht, diesmal auch mit Cola. Gleich drei Becher fassend, konnte ich nicht mehr laufen und ging dann "ruhig" bis sie alle leer waren.

Jetzt waren es noch 3 Kilometer. Los Sven, das schaffst du auch noch! Ich kann noch ein paar weitere Läufer überholen. Dann sehe ich die Jungs, die mir vom Getränkepunkt an, weggelaufen sind. Die Kraft reicht jetzt aber für nichts mehr, ich bleibe hinter ihnen.

Ein Schild: Noch 500 Meter, ich bekomme fast keine Luft mehr, mir wird schwindelig. Meine Startnummer und mein Name werden gerufen. Ziiielll!
Aus und vorbei. Welch armselige Figur ich abgab, weiß ich nicht mehr. Kann mich noch gerade so am Getränke-Tisch festhalten. War es das wert? Nach einer halben Stunde, 1,5l Apfelschorle, Banane, Melone, Apfel, Vitaminsaft, Brombeerlimonade im Bauch gluckernd bewege ich mich aus dem Zielbereich heraus, natürlich stolz meine Medaille präsentierend.

Ende gut, alles gut? Ah, ich sehe den Gutmann-Stand. Schnell noch ein Leichtes Weizen hinterher .Duuurst. Die Ergebnislisten sind schon ausgehängt ( ich hatte meine Uhr zu spät abgedrückt ), also nichts wie hin. Platz 103 uuuund ein Gutmann verdient, da die Zielzeit bei 1:39:21h liegt. Aber mir war leider nicht nach "Hurra" zumute, denn mein Körper wehrte sich gegen diese übermäßige Belastung und dem zu schnellen und gierigen Essen und Trinken danach. Also schnell wieder alles von sich gegeben und sich noch schlechter fühlen. Und nun? The show must go on! Also bloß zusammenreißen, damit die anderen nichts merken. Dann zum Auto geschlichen, die letzten Läufer kommen gerade ins Ziel, und ab nach Hause, zum Wunden lecken.

Eigentlich wollte ich ja nur, nach der Challenge, ein ruhiges Läufchen, so zum Ausklang machen. :-)

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