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laufspass.comHans-Christian-Andersen Marathon, Odense/Dänemark am 19. September 2010

Autor:  © Marten Petersen

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In mehr als 20 Jahren bin ich sicher 400 Mal an Odense vorbei gefahren, auf dem Weg von Nordfriesland nach Småland, wo unser Feriendomizil ist, oder auf dem Weg zurück. Der Marathon führte mich nun erstmals in diese Stadt, die mit ihren knapp 200.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt unseres nördlichen Nachbars ist.
Die Stadt ist Zentrum der Verwaltung, des Handels- und Gewerbes und der Kultur der Ostseeinsel Fyn, zu deutsch Fünen. Der kulturell orientierte Mensch denkt zuerst an Hans Christian Andersen, der hier geboren wurde, aufwuchs und später mit seinen Fabeln und Märchen weltberühmt wurde. Das wertvolle Erbe wird mit Respekt und Sinn fürs Geschäft verwaltet. Das Stadtzentrum gibt sich immer noch so verwinkelt, historisch herausgeputzt und überschaubar wie vor 200 oder 300 Jahren, als Odense ein bedeutendes Handelszentrum war.
Der HCA-Marathon, wie der Lauf abgekürzt genannt wird, ist nach Stockholm, Kopenhagen und Helsinki der viertgrößte Marathon Skandinaviens. Und, um es vorweg zu nehmen, wohl der schnellste. In diesem Jahr lag die Siegerzeit bei gut zwei Stunden und 10 Minuten.
Der Marathonlauf ist eingebunden in eine Reihe weiterer Läufe. Im Halbmarathon werden die Damen und Herren getrennt auf die Strecke geschickt, die Kinder laufen den Minimarathon über 4,2 Kilometer. Insgesamt gehen mehr als 4.000 Sportler auf die zweimal zu durchlaufende Stadtschleife.
Vor, während und nach dem Lauf steht den Läufern praktisch das gesamte Sportzentrum zur Verfügung. Die obligatorische Sportmesse war informativ und überschaubar. Direkt vor dem Stadion befindet sich der Startbereich. Keine großen Absperrungen, keine sichtbaren Ordnungshüter, trotzdem geht alles reibungslos, keiner drängelt, alles läuft in Ruhe ab. Skandinavisch eben.
Im Startblock reihe ich mich bei den Pacemakern für die Zielzeit 3:30 ein. Mal sehen, ob es geht. Da ich Anfang des Jahres Verletzungspech durch Knochenbrüche hatte, fehlten mir doch ein paar Hundert Trainingskilometer. Aber die Vorbereitungsphase war gut, ein paar Tempoläufe, einige schöne lange Läufe, aber nichts Besonderes.

Der Lauf

Der Bürgermeister gibt den Startschuss und los geht´s. Anfangs bin ich etwas enttäuscht, denn große breite Straßen führen durch Industriegebiete. Wenig abwechslungsreich. Dann kommt man zum Hafen und erahnt etwas von der früheren großen Handelstradition der Stadt. Schließlich führt uns die Strecke in die Innenstadt. Einige winklige Gassen, renovierte Fassaden, einige historische Gebäude lassen die alte Schönheit aufflackern. In der Fußgängerzone wird richtig Stimmung, gemacht, aber auch unterwegs immer wieder Live-Musik oder dröhnende Lautsprecher.

Ich hänge mich an das Trio unsere Pacemaker und laufe einfach mit. Man garantiert uns eine Zeitgenauigkeit von +- 30 Sekunden, mit der man das Ziel erreichen will. Das hört sich gut an, denn seit 2007 geht meine Schlusszeit immer mehr in den Keller! Von den alten 03:19 Stunden kann ich nur träumen, wenn man auf die 60 zu geht. Zuletzt 2007 waren es noch 03:30, danach bis 03:45. Ich komme gut zurecht, habe keinerlei Schwierigkeiten, mitzuhalten. Den Halbmarathon legen wir exakt in 01:45 Stunden zurück. Der Plan scheint aufzugehen. Nun wieder raus auf die inzwischen bekannte Strecke. Bis Kilometer 30 fühle ich mich weiterhin pudelwohl, denn die Verpflegung auf der Strecke ist erstklassig: alle 2,5 Kilometer Getränke in Form von Wasser oder Energydrinks, alle 5 Kilometer auch Bananen, später Riegel. Und als Besonderheit (habe ich noch nie gesehen): Auf Pfählen befestige Vaselinedosen.

Ab Kilometer 30 merke ich nachlassende Kraftreserven. Die Eigenverpflegung hilft zwar gut, aber trotzdem nehme ich etwas Tempo raus. Das hat Erfolg: Ich schlage dem befürchteten Mann mit dem Hammer ein Schnäppchen, er hat keine Chance, ich kann stetig weiter laufen. Der Nachteil ist, dass ich den ersehnten Kick mit den Halluzinationen nicht bekomme. Oder doch? Was ist das für ein armselig gekleidetes Mädchen, das sich dort an die Hauswand des Patrizierhauses lehnt, im dicken Mantel und auf den Boden gesunken. Sie hat ein Päckchen Schwefelhölzer dabei. Ich laufe über den Bürgersteig, hin zu ihr, will helfen. Aber plötzlich ist das Bild weg, ich treibe weiter in Richtung Ziel.

Irgendwo vor mir sehe ich den Ballon meiner Pacemaker, aber meine Zielzeit kann ich mir abschminken. Noch einmal spielt mir mein Gehirn einen Streich, als ich einen nackten Mann mit einer Krone auf dem Kopf zu sehen glaube. Der Kaiser! Aber nein, das Bild verschwimmt sofort wieder.

Nun sehe ich die Flutlichtlampen des Stadion, noch zwei Kilometer. Keine Probleme, weiter laufen, rein ins Stadion, eine knappe Runde auf der Tartanbahn. Ein beeindruckendes Erlebnis, so ein Stadioneinlauf vor Publikum!.
Eine dicke Medaille mit dem Bildnis, na von wem wohl? Reichliche Verpflegung, ein wahrer Wochenmarkt!

Nochmals Odense? Ja gern, so ein unauffällig organisierter Lauf mit hervorragendem Service. Das lohnt sich allemal!

Hier nun meine Laufdaten: Schlusszeit 03:34:04 Stunden. Recht gleichmäßiger Lauf: KM 1-10: 04:54 Minuten, KM 11-20: 04:56 Minuten, KM 21-30 04:56 Minuten, KM 31-42: 05:04 Minuten. Ich bin absolut zufrieden!

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