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12.05.2013 - Hartfüßler Trail - Mit Zement in den Beinen zum Hartfüßler - Bildbericht und Film von Günter Kromer

Teil 2

E-Mail - an Günter

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Mehr über den Autoren Günter Kromer

 

Hartfüssler Trail 2013

Hohe Abraumhalde beim Hartfüßler Trail 2013

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Dann folgen wieder einige Kilometer auf breiten Waldwegen, zuerst aufwärts, dann abwärts, und schließlich erreichen wir beim Bergwerk Göttelborn den höchsten Förderturm der Welt, der nur wenige Jahre lang in Betrieb war und heute gewissermaßen als Mahnmal an die vielen Steuergelder der am Ende doch nutzlosen Bergbau-Subventionen stehen blieb.
Die allmählich schon verfallenden Gebäude rings herum wirken wie eine Geisterstadt aus einem Horrorfilm. Wir laufen auf einen Durchgang unter einem großen Gebäude zu. Hier steht in starker Zugluft eine Verpflegungsstation. Die Helfer hier sind froh, dass hinter mir nur noch wenige Läufer kommen und sie dann endlich der Kälte entfliehen können. Was wäre so ein Lauf ohne die aufopfernde Unterstützung der ehrenamtlichen Helfer! Eigentlich müsste man sich als Läufer immer bei jeder VP mit Handschlag bei jedem Helfer einzeln bedanken, und selbst das wäre noch zu wenig.

Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013

Hier gibt es offiziell eine Cut-Off-Zeit. Da ich mir die Uhrzeit aber nicht gemerkt habe weiß ich nicht, ob ich noch kurz davor oder offiziell schon darüber bin. Fest steht aber, dass ich keine Chance habe, pünktlich bis 17.30 Uhr das Ziel zu erreichen, falls die restliche Strecke ebenso anspruchsvoll ist. Doch ich fühle mich jetzt wieder kräftiger als heute morgen, und daher ziehe ich das Tempo an.
Jetzt folgt der faszinierendste Teil des Tages, der Streckenabschnitt, der den Hartfüßler mit Sicherheit im Laufe der Jahre zu einer Kult-Veranstaltung machen wird, denn hier ist er nun einzigartig. Tolle Schlammtrails gibt es bei vielen Läufen, aber die grandiose Mischung zwischen Industriekultur und Natur der nächsten Kilometer MUSS jeder Trailrunner einmal laufen.
Zuerst steigen wir neben einem Solarpark einen Hang hinauf. Hinter uns sehen wir noch immer das Gelände mit dem Förderturm. Zwischen Baustellenfahrzeugen hindurch schwenken wir nach links und sehen nun vor uns eine riesengroße Halde aus fast schwarzem Geröll. An mehreren Stellen der Halde erkenne ich Läufer, die sich den Berg hinauf oder hinab bewegen. Der Untergrund unter unseren Füßen strengt außergewöhnlich stark an, denn die übergroßen Reifenstollen der Baufahrzeuge haben ihn in eine nur schwer laufbare Piste verwandelt.
Mühsam kämpfe ich mich hinauf. Sehr weit reicht der Blick in die Ferne. Ein See, dahinter Wald, so weit das Auge reicht. Der Kontrast zwischen der schwarzen Halde und den grünen Wäldern ist phantastisch. Vom höchsten Punkt der Halde geht es ein kurzes Stück verdammt steil abwärts. Dann laufen wir in einer weiten Serpentine schnell bergab.

Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013

Schließlich geht es für längere Zeit wieder durch Wald. Noch immer scheint abwechselnd eine halbe Stunde lang die Sonne, dann regnet es wieder eine Weile. Einmal mischen sich sogar kleine Hagelkörnchen in den Regen. Aber im dichten Wald macht mir der Regen nichts aus, zumal ich eine gute Regenjacke dabei habe, und zufällig erreiche ich die Halden immer bei besserem Wetter.
Insgesamt kann man die 30 km zwischen Göttelborn und dem Ziel auf vielen breiten Waldwegen schneller laufen als die ersten 28 km. Aber zwischendrin liegen trotzdem einige Schlammpfade und steile Halden.
An den Verpflegungsstellen stopfe ich mich wie üblich mit der ultratrail-typischen Mischung aus Süßigkeiten, Wurst, Käse, Obst, Salzstangen und Gummibärchen voll. Die Gummi"bärchen" haben hier übrigens die Form von Fördertürmen. Dazu trinke ich jede Menge Cola und Malzbier - wer will bekommt sogar richtiges Bier.
Der Wechsel zwischen schönen Trails und Tempoabschnitten, zwischen Forstwirtschafswald, Urwaldpfaden, schönen Bächen und Teichen und die herrliche Aussicht von den Halden hinab begeistert mich den ganzen Nachmittag über.

Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013
Hartfüssler Trail 2013

Eine Markierung zeigt an, dass es nun nur noch vier Kilometer bis zum Ziel sind. Doch ich weiß von anderen Läufern, die letztes Jahr schon hier waren, dass nun noch zwei zwar nicht allzu steile aber jetzt doch Kraft zehrende Aufstiege folgen. Nun wird es wirklich knapp mit dem Zeitlimit. Vielleicht hätte ich unterwegs nicht so oft stehen bleiben sollen, um zu warten, bis andere Läufer vor der Kamera über eine Brücke, einen Baumstamm oder durch Schlammpfützen laufen. Alleine dadurch habe ich heute viele Minuten "verschenkt". Morgen muss ich ohnehin den Film um mindestens 70% kürzen, damit er nicht zu lang wird. Aber eigentlich ist es mir egal. Es hat so viel Spaß gemacht, dass mir die Uhrzeit meiner Zielankunft nicht besonders wichtig ist.
Doch dann spüre ich, dass noch genügend Energie in mir steckt. Nun muss ich die Kraft ja nicht mehr für die nächsten Stunden oder sogar Tage einteilen. Jetzt kann ich für eine Weile an die Grenze gehen. Zwar immer noch recht langsam, aber doch schneller als ich es nach inzwischen fast 190 km in drei Tagen erwartet hätte. Endlich bin ich oben bei der Brücke über die Autobahn. Nun fast nur noch bergab! Gleich am Ziel!
Irrtum! Jetzt gilt es zuerst, einen sehr rutschigen Pfad sturzfrei hinab zu schlittern. Richtig gut laufen kann man auch auf dem letzten Kilometern nicht immer. Erst ganz am Schluss, im Von der Heydt Gelände, wo wir kurz vor dem Ziel auch noch ein paar Treppen hinauf steigen müssen, hört der Schlamm auf, und ich erreiche vier Minuten nach dem ursprünglich angekündigten Zeitlimit das Ziel. Aufgrund der heute sehr rutschigen Strecke werden aber zum Glück sogar noch die Läufer gewertet, die eine halbe Stunde zu spät kommen. Insgesamt erreichen heute 95 Finisher das Ziel. Das Teilnehmerlimit liegt deutlich höher, aber ich bin sicher, nächstes Jahr werden mehr Läufer kommen.
Hartfüßler-Trail - dieses besondere Erlebnis sollte sich jeder begeisterte Trailrunner einmal gönnen. Wem die 58 km zu lang sind, der kann auch 30, 14 oder 7,5 km laufen.
Da Trails in bewegten Bildern lebendiger wirken als auf Fotos, hier ist mein Film dazu. Der Soundtrack zum Film wurde von mir selbst komponiert, gespielt und abgemischt.

Links

Zur Homepage des Veranstalters: www.hartfuessler-trail.de

Film ==>

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