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Gefrees Halbmarathon am 28.8.2004 - Bericht von Thomas Schmidtkonz

Frankens schönster und bergigster Halbmarathon

Vorwort

Wie schon die letzten beiden Jahre zuvor wollte ich auch dieses Jahr diesen schönen aber auch anspruchsvollen Halbmarathon am Rande des Fichtelgebirges von Gefrees nach Bad Berneck und zurück nicht verpassen.
Es sollte auch gleichzeitig wieder ein Vorbereitungslauf für den Jungfrau Marathon sein, der dieses Mal zwei Wochen später statt findet..
Als Zielzeit nahm ich mir wieder knapp unter  2:00 Stunden vor. War ich letztes Jahr noch alleine brachte ich dieses Jahr die "halbe Verwandtschaft" mit.
So reihen sich in das Starterfeld meine Frau Gaby, meine Schwester Petra und mein Schwager Rudolf ein.
Wir starten alle für das Team Bittel.

Der Lauf

Meine Frau und Rudolf wollen es langsamer angehen als Petra und ich.
So reihen Petra und ich uns etwas weiter vorne als die beiden ein.
Schon fällt der Startschuss und die meisten rasen los als lägen nur 10 flache Kilometer vor uns.
Ich halte mich zurück und laufe gemütlich die erste kleine Runde, die uns noch einmal zurück zum Sportplatz führt, wo der Startschuss vor noch nicht allzu langer Zeit fiel. So werde ich von sehr vielen Läuferinnen und Läufern auf dem ersten Kilometer überholt.

Erst  nach diesem kleinen Vorspiel geht es auf die eigentliche Strecke. Da es nun etwas abwärts geht, mache ich schon mal etwas Tempo, da bei den Anstiegen später sicher wieder einiges an Zeit verloren gehen wird. Allerdings muss man sehr darauf achten nicht jetzt schon das Tempo zu "overpacen".

Ich habe dieses Mal einen kleinen Spickzettel mit den Vorjahreszeiten dabei. So kann ich gut sehen, wo schwierigere Kilometer und wo leichtere zu erwarten sind. Außerdem sehe ich gut wo ich zeitlich stehe. Das ist bei dieser Strecke, die wie eine Achterbahn dauernd in Wellen mal nach oben und mal nach unten führt von großem Vorteil.

Wir verlassen die Straße und landen im Wald, wo uns ein schöner Fahrweg stets bergauf und bergab wie auf einer Achterbahn durch den Wald führen wird. Nur am Rand von Bad Berneck werden wir diesen Wald kurz verlassen.

Bereits auf dem 3. Kilometer sind einige Anstiege zu bewältigen. Zu meiner Freude bin ich mit 5:21  hier über 20 Sekunden schneller als im Vorjahr.
Kilometer 4 führt uns verstärkt bergab. So bleibe ich hier sogar unter 5 Minuten.

Oberhalb der Entenmühle bei Kilometer 4 erreichen wir den ersten Verpflegungspunkt, der vorbildlich mit einem Schild angekündigt wird. Ich fasse ordentlich Getränke, da die Strecke bereits kurz dahinter wieder giftig ansteigt.

Nun geht es immer wie so im Leben. Stets bergauf und bergab.

Beeindruckend ist die Burgruine Stein, die wir rechts von der Strecke sehen. Hätte ein Schild sie nicht angekündigt, hätte ich sie wohl wegen der so kurzen Lücke zwischen den Bäumen, die einen Blick freigibt, doch glatt übersehen. Ich mache einen neben mir laufenden Läufer auf die Attraktion aufmerksam. Er hätte sie wohl sonst trotz Schild übersehen.

Bereits gute zwei Kilometer später folgt der nächste Verpflegungspunkt. Da geht es dann dahinter noch giftiger bergauf. Hinter der "Passhöhe" geht es nun erstmals lang gezogen bergab. Hier kann man so richtig beschleunigen. Leider sind sind die Wege heute jedoch nass und daher oft glitschig oder gar matschig. So müssen wir auf jeden Schritt achten.

Hinter dem Gegenanstieg kommt uns bereits der führende Läufer in Lichtgeschwindigkeit entgegen. Wir langsames Feld applaudieren ehrfürchtig.

Nun kann ich meine Schwester in der Ferne vor mir vage erkennen. Sie ist die ersten Kilometer deutlich schneller los gerannt als ich. Aber ich schein langsam zu ihr aufschließen zu können. Vielleicht klappt es ja doch noch, dass wir die letzten Kilometer zusammen laufen können.

Kilometer 9 und 10 sind 2 schnelle Kilometer, da es vornehmlich bergab geht.

Wir erreichen den Kurpark von Bad Berneck. Ein paar Kurgäste applaudieren.

Rechts ist ein Kiosk. Alle Jahre habe ich überlegt mir hier ein Eis zu kaufen. Da es aber heute nicht allzu warm ist und sich eine kleine Schlange vor dem Kiosk gebildet hat, verzichte ich darauf.
:-) Aber nächstes Jahr wenn es warm ist, gönne ich mir diesen Luxus mal!

Kurz dahinter erreichen wir von diversen Zuschauern begrüßt die Wende in Bad Berneck.

Trotz der milden Temperaturen ist es mir wegen der welligen Strecke sehr warm geworden. Daher übergieße ich mich mit einem Becher Wasser. Das war doch zuviel des guten, da nun mein Laufshirt komplett nass ist. Ich versuche es auszuwringen. Und in der Tat fließt Wasser gen Boden.

An der Wende habe ich Zeit verloren und so ist meine Schwester wieder ein ganzes Stück vor mir. Aber der Wasserguss hat mich erfrischt und so kann ich einen kleinen Zahn zulegen.

Nun verlassen wir den Fahrweg und laufen einen schmalen Wanderweg im gewohnten Achterbahnprofil.
Das bringt etwas Abwechslung ins Spiel und mir macht es Spaß auf den schwierigeren Untergrund bergab  Gas zu geben.

Kilometer 12 in 4:35? Da stimmt doch was nicht! So schnell kann ich gar nicht sein. Und in der Tat die nächste Markierung passiere ich erst gute 7 Minuten später. Das wäre auch zu schön gewesen!
"This dream did not come true ..."

Der Kilometer 14 ist der schwerste. Letztes Jahr brauchte ich dafür über 7 Minuten. Ich gehe den Anfang des Anstieges vorsichtig an. Da auf meinen Graubünden Marathonlaufshirt was von den 2680 Höhenmeter draufsteht die da zu überwinden waren, spricht mich ein Läufer darauf an. So kommen wir bei den Anstieg gut miteinander ins Gespräch. Mit stolz gewölbter Bergläuferbrust  gebe ich etwas an und behaupte frech, dass man bei einem Alpenmarathon über so einen "sanften" Anstieg erfreut wäre. "Das ist die reinste Erholung!". Stimmt natürlich nicht, da wir ganz schön hoch stürmen und ich mich gar nicht erholt fühle.
Freudig stelle ich aber fest, dass ich für diesen schweren Kilometer 14 26 Sekunden schneller als im Vorjahr bin. Das Angebergetue hat sich wenigstens positiv auf die Zeit dieses Kilometers nieder geschlagen!

So hole ich dann auch bei diesem Anstieg meine Schwester ein und freue mich, dass wir nun zusammen laufen können.

Zu zweit fallen die nun folgenden harten Achterbahn-Kilometer uns viel leichter und gerade bergab macht meine Schwester so richtig Tempo und kann mich gut mitziehen.
Mensch, bei der Frauenklassifizierung müsste das doch einen guten Platz geben!
So achte ich nun sehr darauf, ob vor uns noch eine Läuferin sein könnte. Und in der Tat bald erkennen wir eine Mitstreiterin, die wir noch einholen könnten.
Vorsichtig tasten wir uns an sie heran. Als wir endlich wieder den Wald verlassen setzen wir zum Überholen an. Das machen wir "gemeine" Kämpen wie wir sind demonstrativ besonders flott, um sie zu "demoralisieren".

Wir müssen nun noch die Straße in verkehrter Richtung bis zu einer Wende laufen. Am Wendepunkt ist eine  kleine Kläranlage. Sie ist aber reziprok zur Größe besonders übel riechend. Ich atme durch den Mund, da ich kein Eau de Cologne für eine Geruchsübertünchung zur Hand habe und erinnere mich an die Anfänge des Romans "Das Parfüm" erinnert, wo von den "Düften" des Fischmarktes von Paris des 18. Jahrhundert die Rede ist ...

Wir sprinten möglichst schnell weg von dieser "Straße der üblen Gerüche". Das hat den Vorteil, dass wir zu unserer Verfolgerin nun schon eine beruhigende Lücke aufgebaut haben.

Trotzdem beißen wir nun beide die Zähne zusammen und machen auf den letzten Kilometer der stets ansteigenden Strecke bis zum Stadium noch einmal Tempo.

Da, endlich ist der Sportplatz erreicht! Wir fühlen uns mindestens genauso glücklich wie die Olympiamarathon-Läufer einen Tag später, als sie ins alte Olympiastadium in Athen Richtung Ziel einlaufen durften.
Aber statt über einer ganzen Runde müssen wir nur noch auf einer Halbrunde gen Ziel rasen. Na ja ist ja auch nur ein Halbmarathon. Daher nur eine halbe Stadiumrunde!

Ich rufe "Petra lauf!" und Petra setzt zum Schlussspurt an, während ich mich etwas langsamer hinten dran hänge. Etwa 5 Sekunden hinter meiner Schwester passiere ich glücklich mit hoch erhobenen Händen das Ziel.

Freudig stelle ich fest, dass ich mit 1:56:43 3:20 Minuten schneller als im Vorjahr bin. Noch mehr freuen wir uns aber über Petras dritten Platz in der Altersklasse W40.

Hinter dem Ziel gibt es schon traditionell wie in den Vorjahren kostenlos viel Obst und viele leckere Kuchensorten. Neu ist das alkoholfreie Weizen vom Maisel, das nach so einen bergigen Lauf so richtig mundet.

Später treffen dann noch Rudolf und Gaby ein, die bei dem Lauf auch sehr viel Spaß hatten und mit ihrer Leistung ebenfalls sehr zufrieden sind.

Mein Fazit:

Ein landschaftlich sehr schöner Lauf mit optimaler Verpflegung.
Wenn man nicht auf jede Minute oder gar Sekunde achtet, macht dieser Lauf so richtig Spaß.
Er ist auch als Vorbereitungslauf für Bergmarathons sehr gut geeignet!

Infos

Links:

Anzahl Finisher: 297
Bestzeit Männer: 1. Kratejl, Petr 75 1. M20 Banik Stojbro 01:16:52
2. Bauer, Rüdiger 64 1. M40 VfB Helmbrechts 01:19:02
3. Lenart, Jacek 70 1. M30 Team Grycz 01:19:28
Bestzeit Frauen: 1. Wiedemann, Edith 57 1. W45 CIS Amberg 01:41:26
2. Kaiser, Nadine 80 1. W20 Coburger Turnerschaft 01:42:09
3. Helgert, Marion 70 1. W30 TB Weiden 01:44:12
Letzter Läufer: 2:34:49
Wetter: Trocken nach heftigen Regenschauern
Strecke / Höhenmeter: etwa + 400 m / - 400 m
stetig bergauf und bergab

Die hügelige Wendepunktstrecke führt vom Gefreeser Sportplatz zur Grünsteiner Mühle. Auf Forstwegen geht es im malerischen Ölschnitztal vorbei an der Entenmühle und der Burgruine Stein sowie durch die Kuranlagen bis zum Wendepunkt am Marktplatz von Bad Berneck. Die zweite Streckenhälfte führt weitgehend auf den gleichen Wegen zurück nach Gefrees. Zwischen Kilometer 13 und 19 ist der schwierigste Abschnitt mit mehreren Anstiegen zu bewältigen.
Schulnote Schönheit der Strecke 1
Schulnote Organisation 1

Verbesserungsvorschlag:
Kilometerabstand 12 war falsch gesetzt.

Schulnote Service 1
Schulnote Zuschauer 
(Anzahl / Motivation)
2-3
Schulnote Gesamteindruck 1-2

 

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