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Startfoto der Teilnehmer des Laufes

laufspass.com -  1. Coburger Wintermarathon am 9.1.2005 - Bericht von Thomas Schmidtkonz

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Infos zur Strecke: http://www.coburg-marathon.de

Ausschreibung des Marathons

Dr. Willmar Schwabe - Pflanzliche Arzneimittel

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Inhalt

Prolog Die Idee Der Lauf Infos

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Zutaten zum „Coburg-Marathon-Riegel“

 

Prolog

Am 18.9.2004 eröffnete der TV 1904 Coburg-Lützelbuch zu seiner Hundertjahrfeier unter der Federführung von Jürgen Lesch dem Spartenleiters des Vereins Deutschlands erste permanente Marathonstrecke rund um Coburg.
Hinter ihm und seinem Realisierungsteam lag erst einmal die Idee für all jene eine Marathonstrecke zur Verfügung zu stellen, die einen Marathon auf vermessener Strecke laufen wollen wann immer sie wollen. Dabei sollten sie natürlich auch die Schönheiten Coburgs und der näheren Umgebung kennen lernen können.
Nach der Idee standen dann die Mühen eines Realisierungs-Marathons, um diese Idee auch umsetzen zu können.  Es gab eine ganze Reihe von Streckenoptionen und immer passte mal der eine oder andere Streckenabschnitt nicht, sei es, dass die Strecke über Privatgrund ging, wo der Besitzer was dagegen hatte oder, dass sich die Strecke zu weit vom Stadtgebiet entfernt hatte. Aber diese Widerstände konnten auch Dank der Unterstützung der Stadt Coburg schnell überwunden werden. Dann musste noch ein Sponsor Deutsche BKK gefunden werden, der die Ausschilderung mit finanzierte. Schließlich waren auch die Schilder gedruckt und mussten noch auf der Strecke installiert werden. Die Strecke musste genau vermessen werden, Flyer zur Bekanntmachung der Strecke wurden entworfen, gedruckt und verteilt. Es wurde eine Internetsite entworfen usw. usw.
Nach so viel Arbeit waren dann alle Mitwirkende wohl sehr glücklich als sie am  18.9.04 den Startschuss für Deutschlands erste permanente Marathonstrecke geben konnten.

Die Idee eines Gruppenmarathons von Jürgen und mir

Irgendwann im Herbst 2004 erfuhr auch ich von Coburgs Marathonstrecke. So kontaktierte ich Jürgen Lesch. Jürgen war so nett und bot sich als Führer für die Strecke an. Da war dann ich der Meinung, dass da sicher weitere Läufer an einem gemeinsamen Lauf interessiert sein könnten. So wurde die Idee des 1. Coburg Wintermarathons geboren. Da wir beide mit der Organisation von Großveranstaltungen noch wenig Erfahrung hatten, wollten wir das ganze erst einmal im kleinen Kreis von maximal 30 Teilnehmern organisieren.
Außerdem sollte das ganze nicht als Wettkampf sondern als gemeinsamer Gruppenlauf im gemäßigten "Wohlfühltempo" veranstaltet werden. Bei den bisherigen vier Team Bittel Winterläufen hatte ich mit folgenden Regeln schon gute Erfahrung gemacht:

  • Ein Begleitauto sorgt für Gepäcktransport und Verpflegung für unterwegs.

  • Das Begleitauto steht an verschiedenen Verpflegungspunkten

  • Es wird zusätzlich zur Eigenverpflegung im Auto Essen und Trinken zur Verfügung gestellt

  • Das ganze wird durch freiwillige Spenden finanziert, so dass die Kosten in etwa reinkommen

  • Alle laufen in einer Gruppe. Man orientiert sich an die schwächeren Läufer. Die stärkeren Läufer müssen sich etwas zügeln.

  • Wenn es einem Läufer doch zuviel wird, kann er sich eine oder mehrere Etappen mit dem Begleitfahrzeug transportieren lassen

Jürgen nahm dann auch beim Winterlauf teil, um sich das ganze mal anzuschauen. Diese Ideen baute er dann mit seinem Team für den 1. Coburger Wintermarathon weiter aus, so dass wohl jeder Teilnehmer von der gelungenen Organisation und der vorbildlichen Verpflegung begeistert war. Super war natürlich auch, dass alle Teilnehmer sich in der Rolf Forkel Halle des Vereins umziehen und heiß duschen konnten.
Dafür möchte ich an dieser Stelle Jürgen, seiner Frau und allen anderen Helfern des TV 1904 Coburg - Lützelbuch meinen Dank und Lob aussprechen.

Der Lauf

Obwohl wir uns mit der Bekanntmachung der Veranstaltung bewusst etwas zurückhalten, sind Jürgen und ich sehr über die große Resonanz erstaunt. Es melden sich bis ganz kurz vor dem Lauf fast 40 Läuferinnen und Läufer an, von denen dann 32 am Veranstaltungstag erscheinen. Mit Robert Wimmer dem Sieger des jetzt schon legendären 5200 km langen Transeuropalaufes 2003 und besten deutschen Teilnehmer des Badwater Ultras ist auch eine echte Läuferlegende vertreten. Aber heute muss er sich nicht hetzen, denn heute ist Genusslaufen pur angesagt:

In der roten Jacke Robert Wimmer der Transeuropasieger

Und Robert wird in der Tat auch das Langsamlaufen im gewohnten Wimmerstil meisterhaft bewältigen. Ein paar andere "Marathoncracks" und Ultraspezialisten werden damit später leider etwas mehr Mühen haben.
Aber ich will nicht schon alles vorweg verraten.
Jedenfalls nach einer kurzen Ansprache von Jürgen tragen wir uns noch alle ins Gästebuch der Marathonstrecke ein. Da wir heute so zahlreich vertreten sind, gibt es dabei einen kleinen Stau.

Vor dem Start tragen wir uns hier ins Marathongästebuch ein

Als wir dann schließlich noch das Prozedere des obligatorischen Starterfotos hinter uns gebracht haben, zählen wir alle gemeinsam von 5 herunter und denken uns den Startschuss zum 1. Coburger Wintermarathons einfach dazu.
Da es auf den ersten Metern bergab geht kommen wir gleich gut in Schwung. Allerdings müssen wir auch aufpassen, dass die Läufer in der ersten Reihe nicht gleich zu schnell werden.
Wir laufen nun durch eine schöne gewellte und liebliche Landschaft. Petrus verwöhnt uns dabei mit Sonnenstrahlen und frühlingshaften Temperaturen. So könnten die Rahmenbedingungen bei diesem "Kaiserwetter" für einen schönen Läufertag nicht optimaler sein.
Wir alle unterhalten uns bei dem Lauf so gut, dass wir etliche Anstiege gar nicht bemerken und vor lauter quatschen auch die eine oder andere schöne Sehenswürdigkeit übersehen.
Ich bin jedenfalls sehr überrascht als wir nach etwa 9 km die erste Verpflegungsstelle ansteuern, wo unser Verpflegungswagen schon bereit steht. Was wir sollen schon 9 km gelaufen sein?
Aber es stimmt, da die Strecke exakt vermessen ist. Beim Verpflegungswagen erwartet uns alles was das Läuferherz begehrt: Wasser, verschiedene Fruchtschorlen, Bananen, Apfel, Trockenobst, Nüsse und als Spezialität des Hauses der vom Bäcker selbst gemachte Läuferriegel. Der schmeckt so lecker, dass sich alle auf diesen stürzen. Das ist schon was anderes als so ein industriell gefertigter Riegel.

So sind wir für den nächsten steilen Anstieg gestärkt:

Wir bewegen uns nun westlich an Coburg vorbei. Auf einem Hochplateau haben wir immer wieder schöne Ausblicke auf die Veste Coburg. Leider weht hier oben auch heute ein strammer Gegenwind. Erstmals wird es mir trotz der frühlingshaften Temperaturen etwas kalt. Auch die Sonne hat sich nun mal kurz hinter den Wolken verzogen. Als wir das Plateau verlassen, wird aber auch schon wieder das Wetter besser und der Wind verzieht sich.
Da sich ein paar Läufer in ihrem Tempo nicht zügeln können, hat sich das Feld nun doch ganz schön auseinander gezogen. der zweite Verpflegungspunkt führt uns aber wieder zusammen. Die Vorderen sind nun aber vom Warten ausgekühlt und so lassen wir sie als Vorhut von dannen ziehen, während wir Nachzügler uns erst einmal stärken.

Das Hauptfeld. Die Vorhut hat uns vor kurzem verlassen

Bald laufen wir in einen schönen Wald rein. Da es abwärts geht, können wir es mal so richtig schön laufen lassen. Dabei schauen uns die vielen Reiter, die hier sonst mit ihren Rössern alleine unterwegs sind, ganz erstaunt an. Was ist denn heute nur los?
Ja die Marathonläufer haben heute auch ihren Auslauf bekommen!

Hinter dem schönen Waldschloss Callenberg erreichen wir schließlich den nächsten Verpflegungspunkt.
Wir haben nun bereits Coburg zur Hälfte umrundet und der Tat die Halbmarathonmarkierung folgt kurz dahinter. Zur Feier des Tages stellen wir uns alle zu einer Gruppenaufnahme auf:

Das obligatorische Gruppenfoto bei der Halbmarathonmarke

Nach dem Motto "Frisch gethan und nicht gesäumt!  Was im Weg liegt, weggeräumt! " laufen wir nun von Nordwesten kommend immer tiefer ins Stadtgebiet von Coburg hinein und werden von einem die Strecke querenden Zug aufgehalten. Das ist gut so, da so das Läuferfeld wieder zusammengeführt wird.
Aber aus dem Weg räumen müssen wir den Zug nicht. Das erledigt er schon selbst ...

"Schnell besonnen, nicht geträumt ..." und schön hätte ich beinahe die hübsche Statue des Dichters Friedrich Rückert übersehen, der lange Zeit in Coburg weilte. Jürgen macht mich darauf aufmerksam:

Ein Denkmal von Friedrich Rückert auf unserer Marathonstrecke

Nach Rückerts Motto "Nach der Reise kommt das Ziel"  lassen wir sein Denkmal links liegen und steuern die nächste Verpflegungsstelle in der Innenstadt an.
Über uns "droht" oder thront schon die Veste Coburg und viele von uns sagen sich "Was da müssen wir hinauf?"
Aber bevor diese Drohung Realität wird laufen wir erst einmal durch den Hofgarten am schönen Schloss Ehrenbürg vorbei.  Dahinter führt uns ein lang angezogener mäßig ansteigender Weg durch den herrlichen Hofgarten zur Veste hoch.

Das Schloss

Im Hofgarten

Wieder einmal zieht sich das Feld auseinander, da es nun ganz schön lange in die Höhe geht. Ich genieße aber den herrlichen Hofgarten und als wir dann schließlich oben sind den schönen Ausblick hinunter ins Tal und auf die Stadt Coburg, die nun tief unter uns liegt.

Besonders schön ist dabei der Blick zurück zur Veste:

Nachdem wir die Passhöhe erreicht haben geht es die nächsten Kilometer bis nach Lützelbuch großteils wieder bergab. So fällt in den frühen 30 - er Kilometern uns das Läuferleben leicht:

Nach 33 Kilometern Strecke erreichen wir in Lützelbuch wieder den Ausgangspunkt der Strecke und das Ende der großen Runde. Um die Marathondistanz zu vollenden, werden wir nun noch eine 9 Kilometer lange Runde durch den schönen Coburger Forst im Osten Coburgs laufen.
Da einige wie geplant nach 33 Kilometern aussteigen, haben sich nun unsere Reihen etwas gelichtet.
Auf dem ersten Kilometer kommen uns schon zwei Läufer der Vorhut entgegengelaufen. Meinem Namensvetter Thomas gefällt es heute so gut, dass er sich wieder bei uns anschließt und so heute gleich den ersten Coburger Winter-Ultra statt Wintermarathon läuft.
Nach einer ebenfalls gewellten Runde durch den schönen Forst sind wir fast traurig als wir nach so einem schönen Lauf schließlich nach 42 Kilometern im Ziel in Lützelbuch eintreffen:

Noch eine Rechtskurve und schon ist das Ziel erreicht.

Die Nettozeit - also ohne die Pausen mit gerechnet - beträgt 4:40. Bei der Schwere der Strecke war das für alle eine tolle Leistung!
Aber was noch wichtiger ist:
Uns hat es allen so gut gefallen, dass wir diese Veranstaltung im Januar 2006 wieder aufleben lassen wollen.
:-) Wir freuen uns schon alle drauf! Wir laden alle Interessenten herzlich dazu ein!

Zutaten zum „Coburg-Marathon-Riegel

Butter, Zucker, Honig, Sahne, Glukose, Sonnenblumenkerne, Sultaninen, Walnüsse, Sesam, Leinsaat, Haferflocken, Kuvertüre

Hersteller und einzige Bezugsquelle ist die Bäckerei Frank Weber, Lützelbucher Str. 17, 96450 Coburg, Tel. 09561 18735

Der leckere hausgemachte Coburg - Marathon - Riegel

 

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