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Bericht vom
Inferno Schilthorn - Halbmarathon am  18.8.2007 von Günter Kromer

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Schilthorn - Halbmarathon 2007

Blick auf Mönch und Jungfrau beim Inferno Schilthorn - Halbmarathon 2007

 

 

Inferno-Halbmarathon Schilthorn 18.7.2007

Im Gegensatz zum auf der anderen Seite des Lauterbrunnen-Tals aufsteigenden Jungfrau-Marathon ist der Inferno-Halbmarathon nach wie vor ein Geheimtipp. Für den Jungfrau-Marathon sind immer bereits im Februar alle 4000 Startplätze ausgebucht, beim Inferno kann man sich noch eine Stunde vor Start anmelden, denn die Teilnehmerzahl beträgt gerade mal 10% vom ?Großen Nachbarn. 2007 gab es mit 500 Halbmarathon-Startern Melderekord. Zusätzlich gibt es noch den Inferno-Triathlon, eine Team-Trophy, einen Staffellauf, einen Fun-Triathlon und erstmals einen Nachtlauf von Mürren auf das Schilthorn.
Schon als ich im letzten Jahr den  Jungfrau Marathon lief setzte ich den Halbmarathon zum Schilthorn auf Platz 1 meiner Wunschliste.

Nun stehe ich in Lauterbrunnen beim Campingplatz vor der Startlinie in der Nähe des grandiosen Staubbach-Fall, einem der höchsten freifallenden Wasserfälle Europas. Die Atmosphäre unterscheidet sich deutlich vom Startfeld normaler Marathons oder Volksläufe. Hier treten keine Gelegenheitsläufer sondern fast nur gut trainierte, erfahrene Bergläufer und Ultras an. Da komme ich mir fast wie ein Außenseiter vor, aber ich habe keine Zweifel, dass ich heute auch in die Liga der Bergläufer aufsteige, allerdings mit Sicherheit am Ende der Tabelle.
2006 lief ich beim Jungfrau-Marathon nur mit dem Vorsatz, mehr als 30 Minuten Vorsprung vor dem Besenwagen zu halten. Ich wollte die Strecke lieber genießen statt den Berg hinauf zu hetzen. Dieses Mal bin ich fest entschlossen, zwar unterwegs viele Fotos zu schießen, aber trotzdem um jede Minute bis zum Äußersten zu kämpfen.
Obwohl die Strecke von Lauterbrunnen auf das 2950 m hohe Schilthorn nur 21,1 km lang ist weiß ich, dass sie viel härter ist als der Jungfraumarathon. Mit 2170 teilweise mordssteilen Höhenmetern sind hier 341 m mehr als auf der anderen Seite, und Gefällstrecken gibt es praktisch keine.

Zwei Stunden vor dem Start reißen die Wolken über dem Lauterbrunnen Tal auf, die Berggipfel verkünden ein schönes Landschaftserlebnis und die Sonne wärmt uns Läufer mit sehr dezenter, für Wettkämpfe idealer Temperatur.

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Start beim Staubbach-Wasserfall

Um 10:15 Uhr setzt sich das Feld in Bewegung. Zuerst geht es einen Kilometer durch Lauterbrunnen, wo eine Blaskapelle zumindest ein bisschen Leben an den Streckenrand bringt. Beim Jungfrau erlebte ich Lauterbrunnen als Stimmungshochburg, heute dagegen ist nur wenig los.
Gleich nach Verlassen des Ortes beginnt der Aufstieg. Die ersten Kilometer lassen noch nichts von den bevorstehenden Strapazen ahnen. Während die Spitzenläufer schnell Vorsprung gewinnen wechselt der hintere Teil des Feldes von km 2 bis 6 immer wieder zwischen Laufen und Gehen. Teils auf Asphalt, teils auf bequemen Forstwegen ist die Route noch nicht allzu steil. Bis km 8 geht es meist durch halbschattigen Wald, was an heißen Wettkampftagen sicher ideal ist.
Schon bald kann ich die Aussicht auf die Jungfrau, einen gletscherbedeckten 4000er und andere Gletscherberge in der Umgebung genießen. Danke Petrus! Gestern wäre es hier im Nebel nicht so herrlich gewesen!

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Halbschatten am Anfang

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Läufer im Wanderparadies

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Blick auf die Jungfrau

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Mönch und Jungfrau

Schon bald fällt einer der organisatorischen Pluspunkte dieser Veranstaltung auf: etwa alle 2,5 km Getränkestationen!
Nach km 6 wechseln wir von Forstwegen auf einen schmalen Fußweg durch den Wald. Nun muss ich mich für eine Weile auf den Untergrund konzentrieren, damit ich auf keiner Wurzel ausrutsche. Doch der Weg mündet bald auf eine Wiese, die hinauf zur Bergbahnstation Grütschalp führt.
Bei der Grütschalp liegen bereits 691 Höhenmeter Aufstieg hinter mir. Jetzt beginnen 6 km perfekter Genusslauf, denn bis Mürren sind es nur 164 Höhenmeter auf bequemen, breiten Wegen, auf denen man das herrliche Panorama ungestört bewundern kann. Auf diesem Abschnitt teilen sich die Läufer den Weg mit vielen Wanderern, von denen ein paar nur mit Unverständnis auf die Sportler reagieren. Einmal gehen drei Wanderer nebeneinander und machen mir nur auf Drängeln Platz. Aber die große Mehrheit der Wanderer hält einen breiten Durchgang frei, und viele klatschen auf oder rufen uns aufmunternde Sprüche nach.
Dann erreiche ich den Bahnhof von Mürren, für mich einer der Schlüsselpunkte meines Läuferlebens. Vor 15 Jahren stand ich hier zufällig am Streckenrand, als die Spitzenläufer des ersten Inferno ankamen. Damals hatte ich vom Laufsport noch nicht die geringste Ahnung, schaffte beim Joggen mit Mühe 10 km in einer Stunde und sah zu meiner großen Verwunderung ein schier endloses Band von meist bereits hier erschöpft wirkenden Leuten den Hang hinauf keuchen. Dass jemand freiwillig von Lauterbrunnen auf das Schilthorn rennt stand ganz am Rande meines Vorstellungsvermögens. "So verrückt werde ich nie!"
Aber als Fernwanderer mit teilweise äußerst langen und schnellen Tagesetappen keimte in mir nach diesem Erlebnis allmählich der Wunsch, zumindest einen flachen Halbmarathon zu probieren.
Heute kann ich in den Augen mancher Zuschauer lesen, dass sie das selbe denken wie ich damals. Wir drehen eine große Runde durch den Ort, aber insgesamt ist auch hier trotz einem weiteren Auftritt der bereits bei km 1 spielenden Blaskapelle recht wenig Stimmung an der Strecke.

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Blasmusik in Mürren

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Eiger und Mönch

Schilthorn - Halbmarathon 2007

Mürren und die hohen Gipfel am Talende

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