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Innsbruck Alpine Trail Festival am 30.04.2016 - Ein Festival der Läufer - Laufbericht von Thomas Eller

86 km und 3600 Höhenmeter

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Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Grandiose Berglandschaft beim Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

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Innsbruck Alpine Trail Festival am 30.04.2016 - Ein Festival der Läufer

Ich hatte etwas Zeit, darüber nachzudenken, was das „Innsbruck Alpine Trail Festival“, liebevoll mit #IATF16 abgekürzt, für mich war.
Und ich bin mir sicher, dass es für mich eine Veranstaltung mit Licht und Schatten war, aber sicherlich mit viel mehr Licht als Schatten.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Ich hatte etwas Zeit, nachzulesen, was Andere über dieses „Innsbruck Alpine Trail Festival“ geschrieben haben. Und ich fand fast ausschließlich sehr positive Berichte. Alles war perfekt, bis auf einen Punkt. Also alles gut?

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Ich hatte etwas Zeit, um mir zu meinen eigenen Fotos auch die Aufnahmen des „Sportograf“ von mir schicken zu lassen, netterweise noch garniert mit einigen hervorragenden allgemeinen Aufnahmen vom Event. Ein Lob an dieser Stelle an das Fotografenteam, das durchweg und von allen tolle Aufnahmen gemacht hat, aber auch an das Unternehmen „Sportograf“, das diese Aufnahmen in einer „Flatrate“ für knapp 20 EUR angeboten hat. Ein Schnäppchen, mindestens, finde ich.

Die Markierung und die Strecke

Die Markierung, insbesondere in der Nacht, fiel leider bei allen Schreibenden durch. Und auch bei mir. Verlaufen war also Ehrensache und deshalb hat das die Natur schon bei der Entwicklung des Menschen berücksichtigt und sie hat in ihrer Güte dem Menschen zehn Finger gegeben, damit man seine Verlaufer beim „Innsbruck Alpine Trail Festival“ an beiden Händen abzählen kann, eine Hand hätte ja dafür ja nicht gereicht.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Dabei war die Markierung gar nicht allzu schlecht, nur eben viel zu selten.
Klar, es gab ein paar Schilder, die so merkwürdig angebracht waren, dass wir uns fragten, wie wir das interpretieren sollten. Aber dann, jeweils nach etwa 20 Metern, kam ja auch gleich eine Bestätigung durch ein Flatterband, dass Du richtig bist. Leider aber nicht immer.
Vor allem aber hat die Markierung mich Vertrauen gelehrt. Du musst vertrauen, Vertrauen haben. Und diesen Punkt haben diejenigen, die die Markierung angebracht haben, wohl unterschätzt. Oft war es so, dass beim Trail tatsächlich über einen längeren Zeitraum hinweg kein Weg abging, nicht nach rechts, nicht nach links. Aber wenn Du ähnlich gestrickt bist wie ich und die anstehenden Gespräche mit Deinen Kindern, Deinem Partner, Deiner Chefin oder Deinen Bowling-Kollegen während des Laufens im Geiste durchspielst, wenn Dir der Refrain eines Liedes nicht aus dem Kopf und dieser dann stundenlang durch denselben geht, wenn Du Dir über Gott und die Welt Gedanken machst und beim Laufen wie ich in eine Art Trance verfällst und Du dann irgendwann daraus wieder auftauchst, dann brauchst Du eine Bestätigungsmarkierung.
Weil Du Dich sonst permanent fragst, ob Du nicht vielleicht doch eine Abzweigung verpasst hast, weil Du gerade mal wieder nicht konzentriert warst.
Um Innsbruck herum habe ich darauf vertrauen gelernt, dass ich bestimmt richtig sein muss, auch wenn kein Flatterband das bestätigt hat. Und dieses Vertrauen wurde auch meist belohnt, zumindest ging es mir dort so.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Thomas auf einem Foto von Erwin Bittel

Die Strecke selbst ist jedoch ein echter Genuss. 3.600 Höhenmeter auf einer Strecke von gut 86 Kilometern Länge, da bleibt kaum Raum für flache Abschnitte. Und das ist gut so. Und die Höhen, die erklommen werden mussten, hatten einen Klang wie Musik. Alpenzoo, Hungerburgbahn, Alpengasthof Rauschbrunnen, Kranebitten, Götzner Alm, Mutterer Alm, Kreither Alm, Sillschlucht, Lanser Kopf, Absam, Enzianhütte, Arzler Alm und wieder Alpenzoo, jeder dieser Begriffe erinnert mich daran, wer ich eigentlich bin und wie nahe ich doch an Innsbruck aufgewachsen bin.
Die Anstiege, erst rund 500 Höhenmeter rauf, dann 1.100 Höhenmeter rauf und ganz am Ende noch einmal 600 Höhenmeter rauf, sind alle moderat, gut für „Stöckeschieber“ wie mich und auch die Downhills sind alle nicht technisch, nicht schwer. Und dennoch fluchte ich am letzten, dem steilsten, Berg doch arg. Er mag mir das nachsehen, es war nicht persönlich gemeint und nur meinen leicht krampfenden Oberschenkeln geschuldet.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Aber fast die gesamte Strecke wurde mit traumhaften Ausblicken über die Stadt Innsbruck und das Inntal garniert und immer wieder, wenn wir unten im Tal waren, um dieses zu queren, belohnten uns wunderschöne Holzbrücken für jede Wasserüberquerung. Der Inn ist halt ein toller Fluss und wird vom Menschen dafür mit fantastischen Brücken belohnt.

Das Wetter

Ich packte meine Siebensachen schon am Mittwoch vor dem Event, weil ich vorher noch einen privaten Termin im schönen Niederösterreich hatte. Und da lag noch viel Schnee. Es war noch sehr kalt und ich hatte regelrecht Bammel vor den Höhen. Und den Nächten. Und überhaupt vor allem.
Aber Frau Holle, über die noch in der Woche vor dem „Innsbruck Alpine Trail Festival“ von einem Schreiber, der wirklich kein Anhänger von Gewalt ist, zu lesen war, dass man ihr „eines auf Maul geben“ sollte, hatte dann doch ein Einsehen.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Oder sie hatte von Anfang an einen echt coolen Plan:
die Strecke stark einschneien, Schneepassagen machen sich immer gut und Fotos im Schnee auch, und dann die Wolken verschwinden lassen und puren Sonnenschein auf die Laufstrecke scheinen lassen. Und das geschah schon am Donnerstag, spätestens am Freitag vor dem Lauf.
Und so erlebten die rund 900 Läufer aus 30 Ländern auf den fünf angebotenen Distanzen (15 K, 25K, Marathon, 65 K und „meine Distanz“, die 85 K mit dem schönen Namen „Heart of the Alps“) ein fast perfektes Wetter. Sehr kalt beim frühen Start um vier Uhr, es ging deutlich ran an die Null-Grad-Grenze, aber dann stetig steigende Temperaturen, ohne dass es richtig heiß wurde. Sonne satt, ein echtes Sonnenbrandwetter also, schlichtweg ein Traum für die Läufer und die Veranstalter.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Die Versorgung

Leckeren Bio-Apfelsaft in einer bisher noch nicht gekannter Qualität gab es an den vielen Verpflegungsstellen, die so häufig waren (alle 6 bis 10 Kilometer), dass ich meine eigene Verpflegung gar nicht gebraucht hätte, am zweiten VP gab es schon leckeren vegetarischen Nudelsalat, die Brühe, die es gab, war auch eine vegetarische Gemüsebrühe, ein Hoch auf die, die an uns Vegetarier gedacht haben. Überhaupt war die Verpflegung so reichhaltig und so liebevoll zusammengestellt, dass ich jedes Mal das Weiterlaufen bedauert habe. Es gab schlichtweg alles, was ich mir gewünscht hatte, es wäre zu viel, das alles aufzulisten.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Der Inn

Aber für eines liebe ich den Veranstalter: ich konnte stets frisches Hollerwasser machen!
Ein guter Spritzer Holundersirup in die Trinkflasche, Wasser obendrauf und die nächste Etappe bis zum nächsten VP ist Dein Freund.
Und für noch etwas liebe ich das Veranstalterteam: jede*r Einzelne der unzähligen Helfer war freundlich, motiviert und gut gelaunt, eine selten homogene Teamleistung haben wir alle rund um Innsbruck erleben dürfen. Dafür ein herzliches DANKE SCHÖN an alle, die uns den Trail zum Festival gemacht haben.

Wer lief da?

Ich bin ja nicht derjenige, der allzu sehr auf die Laufcracks achtet, aber die ersten drei Männer, der Sieger, der Deutsche Martin Schedler vom Team Salomon Deutschland, der diese Strecke in wahnsinnigen 8:32:46 Stunden gerockt hat, Daniel Jung vom Gore Running Wear Team in 8:48:52 Stunden und Rene Langgartner als Dritter in 10:10:54 Stunden, die drei verdienen es wirklich, immer wieder erwähnt zu werden, damit wir deren Leistung huldigen können.
Die ersten drei Frauen, allen voran die großartige Ildiko Wermescher vom FT Jahn Landsberg (11:26:31 Stunden), die ich schon einige Jahre kenne und schätze und mit der ich einige gemeinsame Events verbinde, Daniela Karigl (11:38:40 Stunden) und Bettina Freynhofer (11:51:33 Stunden), auf diese Ladies schaue ich schon eher, eben weil ich Ildiko kenne und mit ihr in der Schlange zum Materialcheck stand.
Ansonsten schaue ich viel mehr auf „die Familie“. Und die war reichlich vertreten. Die Fraktion des „Guerilla Run“ auf dem GR-20, Korsika, war mit Kathi Schichtl und mit Manfred Hackl vertreten, den ich schon im Zug Richtung Innsbruck HBF traf und dessen Freudensprung von einem „Sportograf“ die pure Lust am Trailrunning zeigt.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Manfred Hackel, Bildquelle: www.sportograf.com

Die Facebook-Familie war da mit Barbara Schulz, mit der ich die ersten Kilometer gemeinsam lief, mit Harald Bajohr und mit Bernd Kalinowski, aber noch viel mehr Facebook-Freunde durfte ich drücken und herzen, die meisten, wie „Running Tiffy“ Anja Tegatz, Martin Joist oder Kurt Süsser, liefen aber kürzere Strecken. Der B’jak war mit einem Verkaufsstand auf der Expo und der Chef des Veranstalterteams, Alexander Pittl, ist auch ein langjähriger Facebook-Kontakt von mir.
Wahre Freude, wahre Freunde also.

Innsbruck Alpine Trail Festival 2016

Bildquelle: www.sportograf.com

Meine eigenen 14:28:37 Stunden bedeuteten übrigens nur einen vorderen Platz in der zweiten Hälfte der Ergebnisliste (42. von 72 Startern M, 66 Finisher M), die Kurzstrecke liegt mir ja bekanntermaßen nicht allzu sehr.

Die Abschlussparty

Auf jeden Fall kam ich mehr als 90 Minuten vor dem Beginn der Siegerehrung und der Abschlussparty im noblen Hotel „Grauer Bär“ ins Ziel. Es war noch hell, der Moderator war noch sehr motiviert und der „Sportograf“ machte noch ein sehr schönes Finisherfoto von mir.
Alles gut also.

Fazit

Wer gerne Trail läuft und wer gerne Trail genießt, der ist beim IATF richtig, vom Trail-Rookie bis zum Alpenherzler. Interessierte sollten sich das Event schon vormerken und dann zügig buchen, alle fünf Strecken waren ja ausverkauft.
Nur zu einem würde ich dem Veranstalter raten, nämlich zum Einsatz eines Trackersystems, damit die vielen manuellen Nummernkontrollen überflüssig werden und jeder das Rennen online im Internet verfolgen kann.

Mächtig viel Vorfreude auf 2017 also …

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