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Testbericht zum Seminar "Fit für den Nürnberg Marathon" von www.laufcampus.com

von Thomas Schmidtkonz von laufspass.com

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Robert Wimmer links, Andreas Butz rechts

Interessiert hören die Teilnehmer dem Vortrag von Andreas Butz (rechts) und Robert Wimmer (links) zu

Dr. Willmar Schwabe - Pflanzliche Arzneimittel

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Bericht vom Seminar "Fit für den Nürnberg Marathon" am 10.1.2004 -
von Thomas Schmidtkonz

25 Marathonbegeisterte beim ersten Vorbereitungsseminar von laufcampus.com zum Nürnberg-Marathon

Inhalt

Einleitung Die Referenten und Teilnehmer Der Vortrag
Fazit Infos / Bewertung Zurück zur Hauptseite zum Thema Seminare

Einleitung

Am 2.5.04 findet erstmals seit langer Zeit wieder ein Marathon in Nürnberg statt. Da Franken eine recht "Lauf vernarrte" Region ist, wollen sicher viele Marathonnovizen aus der Region bei diesem Ereignis ihr Marathondebüt abgeben. Nur viele Novizen wissen gar nicht wie man an eine solch große sportliche Herausforderung persönlich angehen muss. Man kann ja schon im Vorfeld beim Marathontraining und dann beim Lauf selbst so viele Fehler machen, dass man es dann beim Wettkampf gerade auf den letzten Kilometern bitter büßen muss.
Dass das nicht so sein soll, dachten sich die beiden erfahrenen und in der "Szene" bekannten Läufer Andreas Butz und Robert Wimmer. So kamen sie auf die Idee diesen Marathonseinsteigern aber auch den etwas erfahrenen Marathon - Wiederholungsläufern ein kostengünstiges Seminar unter dem Titel  "Fit für den Nürnberg Marathon" anzubieten.
Ich erfuhr von dem Seminar und bot Ihnen an ihr Seminar für die Leser von www.laufspass.com  "unter die Lupe" zu nehmen. :-) So gesagt so getan.

Am 10.1.04 war es dann endlich so weit. In den Räumen der Fa. XUNDIS in Obermicheldorf fand die "Weltpremiere" des Seminars statt. Obwohl es eine Erstveranstaltung war und das wirtschaftliche Umfeld momentan nicht einfach ist, war die Erstveranstaltung mit 25 Teilnehmern ausgebucht. Das lag neben dem interessanten Thema wohl auch an den recht moderaten Seminargebühren von 49 €. Vergleichbare Veranstaltungen verlangen schon mal locker das Mehrfache dieses Obolus.

Alle 20 Teilnehmer des Seminars sind voll bei der Sache

Die Seminarteilnehmer hören im gefüllten Saal interessiert zu

Die Referenten und Teilnehmer

Zuerst stellen sich uns Andreas Butz und Robert Wimmer vor.
Der Laufbuchautor Andreas Butz  betreibt schon seit einiger Zeit die bekannte und beliebte Läuferwebsite www.laufcampus.com und ist mittlerweile schon selbst 30 Marathons im zum Teil sehr beachtlichen Tempo gelaufen.
Robert Wimmer kann als Sieger des Transeuropalaufes und immer noch amtierender Deutscher Meister im 100 km Bahnlauf sogar noch auf spektakulärere sportliche Erfolge verweisen.
Die Erfahrungen, die die beiden also mitbringen, bestätigten uns, dass die beiden auch aus praktischer Erfahrung wissen, wovon sie reden werden.

Bevor es los geht überprüft Andreas Butz noch welche Teilnehmer schon laufen und welche schon einen Wettkampf oder gar Marathon gegangen sind. Zum Erstaunen müssen wir feststellen, dass schon etliche Teilnehmer einen oder mehrere Marathons gelaufen sind. Aber sicher werden auch diese "Marathonprofis" interessante Infos von dieser Veranstaltung mit nach Hause nehmen können.

Alle 20 Teilnehmer des Seminars sind voll bei der Sache

Die  Referenten Robert Wimmer und Andreas Butz

Der Vortrag

Der Vortrag beginnt mit dem Thema wie der Mensch überhaupt in der Urzeit zum Laufen kam und sich so vom vierbeinigen Affen zum intelligenten "Lauftier" und Dauerläufer entwickelte.
Diese Sichtweise ist interessant und weckt auch das für den Lauflaien erstaunliche Verständnis, wie es für uns überhaupt möglich ist 42 km oder sogar noch mehr auf einem Stück laufend physisch durchhalten zu können. Natürlich freut uns Läufer auch die Erkenntnis aus der Evolution, dass Laufen intelligent macht.

Das Lauftraining - Butz: "Laufen, Rennen und Erholung"

Von dieser Einleitung aus geht der Vortrag in das zentrale Thema Lauftraining mit der "Laufcampus - Methode" nach dem Motto "Laufen ohne Schnaufen" über. Viele Marathonläufer trainieren einfach zu viel im schnellen Lauftempo, obwohl doch gerade der im Tempo gemäßigte Dauerlauf im Vordergrund stehen muss. Als Faustformel soll der normal ambitionierte Marathonläufer nur maximal 10 % seines Trainings den schnelleren Einheiten widmen.

Im weiteren Verlauf erfahren wir nun sehr ausführlich und detailliert wichtige Informationen über die verschiedenen Formen des Trainings wie die 3 Dauerlaufarten vom langsamen bis zum zügigen Dauerlauf und natürlich auch von dem für den Marathonläufer so wichtigen langen langsamen Dauerlauf.
Schließlich wird auch auch auf die schnelleren Trainingsformen wie Crescendo, Intervalltraining, Fahrtenspiel und Steigerungsläufe eingegangen.
Wir lernen dabei welches Trainingstempo wir für die einzelnen Trainingsformen je nach Marathonzielzeit einsetzen sollen.

Besonders interessant ist der von Robert Wimmer selbst gern angewandte "ODL" - der optimale lange Dauerlauf - bei dem z.B. der 4 Stunden und 30 Minuten Marathonläufer zuerst 18 km in seinem langsamen Trainingstempo läuft, dann von KM 19 - 22 im Marathontempo läuft und dann schließlich die letzten 3 km wieder im langsamen Tempo ausläuft.
Für den schnellen 3:00 - Läufer ist diese Trainingsform natürlich noch interessanter. Auch er läuft die vorletzten 3-4 km im Marathontempo und läuft dann die letzten 3 km langsam aus.
Ziel dieser harten Trainingsform, die man nicht allzu oft betreiben soll, ist es dem Körper nach den Belastungen einer langen aber langsamen Einheit, Tempohärte für die meist so harten letzten Kilometer des Marathons anzutrainieren.

Außerdem erfahren wir, dass man auch kürzere Wettkämpfe in sein Marathontraining mit einbeziehen soll. So bietet sich in der heißen Phase der letzten 12 Wochen des  Marathontrainings an, an einem 10 km - Wettkampf und Halbmarathon zur Leistungsüberprüfung teilzunehmen.

Regeneration

Nach dem Laufen und Rennen muss die Erholung folgen. So  erfahren wir, dass nicht der harte Trainingslauf der wichtigste Trainingsbaustein ist, sondern in der Tat die auf eine Trainingseinheit folgende Regenerationsphase. Beide Referenten gehen nun detailliert auf die verschiedenen Möglichkeiten ein, wie man diese gestalten kann. Neben den nötigen Ruhephasen und Ruhetage, regenerativen Dauerlauf,  Sauna und Massage wird auch die Möglichkeit des Aquajoggen vorgestellt.

Trainingspläne

Bei laufcampus.com werden für verschiedene Zielzeiten und Laufdisziplinen Trainingspläne online zur Verfügung gestellt. Andreas Butz stellt uns nun einzelne davon vor und erklärt uns das Prinzip wie und weshalb sie gerade so aufgebaut sind. Wichtig ist dabei, dass wenn man mal eine Einheit nicht machen kann, nicht in den Irrtum verfallen soll mit der "Brechstange" das Versäumte aufholen zu wollen. Statt dessen ist es besser wie im Plan vorgegeben weiter zu machen als wäre zuvor nichts geschehen.

Ernährung

Ernährungspäpste wie Dr. Ulrich Strunz haben unzählige interessante Bücher zu diesem doch sehr komplexen Thema veröffentlicht. Daher geht Andreas Butz nur auf das wichtigste ein. Aber das ganz explizit aus der Sicht des Marathonläufers.
Dabei erfahren wir viele interessante Tipps wie, dass man Eiweiß in Verbindung mit Kohlehydrate essen soll (z.B. Kartoffel mit Quark oder Lachs mit Nudeln) und dies gerade am Abend vor dem Marathonlauf die ideale Energiebombe für den nächsten großen Tag ist. Neben dem Eiweiß erfahren wir viel über Vitamine und Mineralien wie Magnesium und Zink.
Ein Tipp: Kürbiskerne sind sowohl sehr reich an Magnesium und Zink. Gerade beim Magnesium gilt aber auch, dass der Marathonläufer, auch wenn er ein "Chemie verachtender Naturbursche" ist, er auf ergänzende Magnesiumpräparate nicht verzichten sollte, da sich der Bedarf nur sehr schwer alleine aus der Nahrung decken lässt.

Viele Läufer werden von Erkältungen und anderen Wehwehchen geplagt.
Ein Tipp: Zink und Vitamin C stärken die Abwehr. Außerdem sollte man Vitamin C in Verbindung mit Vitamin E zu sich nehmen.

Wir erfahren außerdem, dass man mit Hilfe des BMI überprüfen kann, ob man übergewichtig ist oder nicht.

Tipps und Tricks zum Thema Marathon

Das Seminar schließt schließlich mit vielen interessanten Tipps zum Marathon wie man z.B. den Lauf angehen soll, was man bei der Bekleidung beachten soll und was man bereits präventiv gegen wunde Brustwarzen oder Blasen unternehmen kann.

Diskussion und Fragen am Ende

Die rege Diskussion und die vielen Fragen an die beiden Experten zeigen mir, dass die Teilnehmer den Vortrag sehr interessiert und motiviert verfolgt haben.
:-) Ja, es es hat uns alle sehr viel Spaß gemacht und ich denke wir gehen unseren nächsten Marathon um einiges klüger an!

Mein ganz persönliches Fazit

Das Seminar brachte sowohl für den Marathonnovizen als auch für den ambitionierten Marathonläufer viele interessante und auch gerade für den Lauf selbst "überlebenswichtige" Infos.
Der teils auch theoretische Stoff kam gut rüber, da alles immer wieder durch praktische Beispiele aufgelockert wurde. Die professionell präsentierten Folien waren gut gemacht und gerade die kurzen griffigen Statements überzeugten und blieben im Gedächtnis hängen.
Gut waren das Zusammenspiel von Andreas Butz und Robert Wimmer und die dabei geschickt angewandte Einbeziehung des Publikums in ihre Dialoge. So was lockert den Stoff auf und daher mein Rat an die beiden: Dieses Wechselspiel könnt ihr sicher noch in den Folgeseminaren ausarbeiten und ergänzen.

Mein Ratschlag zum Thema Ernährung: Da es ein recht umfangreicher Block ist kann das ganze sicher noch etwas aufgelockert werden, so dass es sich für den Zuhörer nicht zu sehr in die Länge zieht.

Eine sehr interessanten Abschluss und Höhepunkt des Seminars bot das Thema Tipps und Tricks zum Marathon.

Für alle Interessenten: Nächster Seminartermin 24.1.04 im Hotel Pyramide in Nürnberg

Infos / Bewertung

Links:

Seminare bei laufcampus.com
Artikel in Fürther Nachrichten

Zielgruppe:

Alle die gut vorbereitet und ohne böse Überraschungen einen Marathon laufen möchten
Schulnote Informationsgehalt der Inhalte 1
Schulnote Präsentation 1
Schulnote Unterhaltungswert
(wurde es langweilig oder kurzweilig präsentiert?)
1-2
Schulnote Organisation 1
Schulnote Seminarraum / Verpflegung / Ambiente 1-2
Schulnote Preis- / Leistungsverhältnis 1
Schulnote Gesamteindruck 1

 


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