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Graubünden Marathon 2005

Kühlendes Nass zieht uns in der Hitze magisch an.

laufspass.com - Graubünden-Marathon am 25.6.2005 - Bildbericht von Thomas Schmidtkonz

Wetterleuchten über dem Rothorn

Teil 6 - Auf dem Weg nach Lenzerheide und von so allerlei Musikanten

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Aus "Planet der Verbrecher" von Robert Sheckley - Kapitel 7

... Eine leichte Brise rührte die schwüle Luft. Sie ließ nach und wiederholte sich, diesmal stärker, und kühlte die heißen Straßen ...

Von Foppa nach Lenzerheide/ Samstag 25.6.05 - 11:45 - 13.15 / 1750 m - 1460 m

Auf dem nächsten Streckenabschnitt verlieren erst einmal mehr oder weniger steil an die 400 Höhenmeter. Letztes Jahr war ich das Gefälle zu schnell herunter gelaufen und büßte das ganze mit Schmerzen in den Oberschenkeln. Diesen Fehler will ich dieses Mal nicht begehen. So lass ich Michael ziehen, der es abwärts eiliger hat als ich .

Vom Graubünden Marathon 2005

Nach einer Abwärtspassage auf dem problemlosen Fahrweg biegen wir auf einen schmalen Pfad ab, wo man auf jeden Schritt achten muss

Ist der erste Abschnitt des Gefälles noch einfach zu laufen, so müssen wir im zweiten Abschnitt sehr auf unseren Weg achten, da es nun einen schmalen Bergpfad steil bergab geht. Heute bin ich mal bei dieser Talfahrt kein Hasardeur, sondern trete ordentlich auf die Bremsen.
Dahinter erreichen wir wieder einen gut zu laufenden Fahrweg.

Oberhalb einer Kehre winke ich Michael zu, der schon ein gutes Stück unter mir ist. Dabei muss ich mich an dieses Spiel aus der Kindheit erinnern, wo man dem höher stehenden Spielkameraden immer zurief: "Du Bergblödel!". Aber trotzdem sehen auch die Kilometerdurchgangszeiten des Bergblödels ganz anders aus, als auf den ersten 17 Kilometern. Jetzt rauschen die Kilometer nur so an mir vorbei. Das ist ja atemberaubend!
Die imaginäre Halbmarathonmarke passiere ich sogar noch unter der 3 Stundenmarke in 2:55.
Jetzt gehöre ich zur Laufelite!? Ach nein, das galt doch nur für Stadtmarathonläufer, die unter 3:00 bleiben ...

Vom Graubünden Marathon 2005

Noch einmal ein Blick nach oben

Vom Graubünden Marathon 2005

Kirche von Paparn

Wir nähern uns nur dem kleinen Ort Paparn. Die hübsche Kirche am Horizont macht mir weniger Sorgen als das finstere Gewölk, dass sich nun gerade jetzt schon über dem Rothorn zusammenbrauen muss, wo ich noch nicht einmal im fernen Lenzerheide bin.
Der alte Horrorgedanke kommt nun wieder auf: Hoffentlich ziehen sie uns wegen Gewittergefahr nicht aus der Strecke raus. Wie gefährlich aber ein Gewitter selbst sein kann, das lässt mich gänzlich kalt. Hauptsache nicht raus gezogen werden!
Vielleicht helfen im Angesicht der Kirche ein paar Bittgebete, die ich gen Himmel stoße?
So gesagt, so getan!

Vom Graubünden Marathon 2005

Bange Frage: Wird sich das Wetter halten?

Wenigstens prellt nun die gnadenlose Sonne nicht mehr andauernd herunter, da zwischendurch Gewitterwolken ihr brennendes Antlitz verdecken.

Wettersorgen hin oder her, zuerst werden wir Heroen der Berge bei der Zeitnahme in  Paparn begrüßt. Das haben wir uns auch verdient, da wir nun 24 Kilometer geschafft haben.
Meine vor Stolz gewölbte Brust kriegt einen gehörigen Dämpfer, als der Streckensprecher gerade lauthals verkündet, dass Jonathan soeben die 41 Kilometermarke passiert hat.

Da hilft nur eine Abkühlung meines beleidigten Gemüts.

Als ich daher zu einem nahe liegenden Brunnen eile, entdecke ich Hans Peters Frau, die so nett ist ein paar Fotos vom mir zu machen.
Ich sage ihr, dass ich Hans Peter gesehen habe und er guter Dinge ist. Nur sein Puls sei wegen der gnadenlose Hitze etwas zu hoch gewesen. Aber ich denke der alte Rennhase kann damit leben.

Vom Graubünden Marathon 2005

Obligatorisches Foto in Paparn

Vom Graubünden Marathon 2005

Jonathan Wyatt weit vor uns (Foto Rita Eigenmann)

Vom Graubünden Marathon 2005

Ich eile zum kühlenden Nass (Foto Rita Eigenmann)

Vom Graubünden Marathon 2005

Noch habe ich gut lachen (Foto Rita Eigenmann)

Zwischen Paparn und dem See lgl Lai müssen wir eine kleine Anhöhe durch einen Bergwald überwinden. Wurzelwald müsste man eigentlich sagen. Unangenehm ist der dieser von Wurzeln gesäumte Weg. Für Hersteller von Wurzelmännchen wäre dieser Wald sicher eine Fundgrube.

Hier überholt mich Stefan aus Zürich, den ich zuvor kennen gelernt habe. Er scheint ab jetzt deutlich mehr Tempo machen zu wollen. Mensch ist der bei seinem ersten Marathon hier noch fit! Wir grüßen uns kurz und wünschen uns noch alles Gute auf den noch folgenden abenteuerlichen Kilometern.

Ich lasse mich von seinem "Tempogebolze" nicht aus der Ruhe bringen. Stattdessen erfreue ich mich, an den Alpenklängen eines Alphornbläsers, der uns am Rand der Strecke ein Ständchen aufspielt.

Dahinter überrunden wir den lgl Lai. Wie der eigenartige  Name uns schon drauf hinweist, befinden wir uns nun  in einer Region, wo auch rätoromanisch gesprochen wird.

Vom Graubünden Marathon 2005

Alphornbläser nahe dem See lgl Lai

Vom Graubünden Marathon 2005

Der schöne See lgl Lai wird nun umrundet

Bald habe ich Michael wieder eingeholt. Ich teile ihm meine Angst bezüglich der Wetteraussichten mit. Aber er sagt mir, wir müssen nur fest dran glauben, dass es gut geht. Das überzeugt mich.

Da aber meine Paparner Stoßgebete noch nicht genügend Erfolg gezeigt haben, versuche ich es nun mit weißer Magie. So stoße ich  folgenden Zauberspruch lauthals gen Himmel: "Vero Pex Sonnenhex!".
Und wie von Zauberhand ausgelöst, stelle ich zu meiner Freude fest, dass sich diese finstere Wolke über dem Rothorngipfel aufzulösen scheint.

Vom Graubünden Marathon 2005

Ein Mitstreiter am lgl Lai vor mir

Passend zu dieser Hexerei höre ich nun eigenartige Klänge. Woher mögen die kommen?
Ah ja, da sitzt ja ein Musikant mit einem ganz eigenartigen Instrument. Da er so schöne Weisen aufspielt und die Zeit so kurz ist, kann ich ihn nicht fragen, welch Instrument das ist.
Wer weiß es?

Vom Graubünden Marathon 2005

Was ist das nun für ein Instrument?
==> Das Instrument heißt Digeridoo und kommt aus Australien

Nach weiteren längeren, aber stets flachen Passagen, erreichen wir nach 31 Kilometern Laufstrecke in Lenzerheide die nächste Zeitnahme und reichlich Verpflegung.

Vom Graubünden Marathon 2005

Lenzerheide ist erreicht. Hinter Philip Saladin das Starttor der Rothorn - Runner, die vor einigen Stunden zu den letzten 11,5 km der Strecke starteten

<== Teil 5

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