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Rennsteig - Supermarathon 2008

Die Starter des Supermarathons versammeln sich frühmorgens zum Rennsteiglauf 2008

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Rennsteig - Supermarathon beim Rennsteiglauf - 73 km durch den Thüringer Wald am 17.5.2008 -   Bildbericht von  Thomas Schmidtkonz

"Ich laufe ja so gerne am Rennsteig durch das Land!"

Teil 1: Vor dem Start

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Einleitung

Der Rennsteiglauf zählte schon zu DDR-Zeiten zu den Laufklassikern und war der einzige Ultralauf der DDR von Bedeutung. Auch heute noch ziehen "die langen Kanten" Tausende Läufer in den Bann. Neben der Walking-Wettbewerbe, dem Halbmarathon und Marathon ist die eigentliche Königsdisziplin der Supermarathon. Jedes Jahr wagen sich knapp 2000 Läufer auf die mit 72,7 km Länge und mit etwa 1500 Höhenmetern sehr anspruchsvolle Strecke, die auf dem Rennsteig - Wanderweg von Eisenach nach Schmiedefeld am Rennsteig über zahlreiche Gipfel führt. Zwar ist dieses zermürbende, stete Auf und Ab unter den Läufern gefürchtet, aber umso beliebter ist die wunderschöne Mittelgebirgslandschaft, die einmalig gute Verpflegung und schon legendär ist die Stimmung auf der Marathonparty im Ziel in Schmiedefeld.

Der Tag zuvor

Ich reise mit Dieter den Tag zuvor an. Zuerst holen wir im sehenswerten Startort Eisenach unsere Startunterlagen ab. Eisenach ist aber in erster Linie nicht wegen seinem schönen Stadtkern und als Startort des Rennsteiglaufs besonders bekannt, sondern wegen  der Wartburg, die erhaben über dem Ort thront. Martin Luther nutzte sie als „Junker Jörg“  von 1521 - 1522 als Zufluchtsort. Letztes Jahr besichtigte ich die sehenswerte Burg zusammen mit Sven.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Die Stadt Eisenach setzte hier dem Reformator Martin Luther im Jahr 1895 ein schönes Denkmal. Adolf von Donndorf schuf es.

Am Marktplatz und Umgebung sind die Vorbereitungen für Thüringens größtes Laufereignis schon voll im Gang. Das Starttor ist schon am Marktplatz aufgestellt.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Das Starttor vor dem Rathaus, wo wir morgen früh um 6 Uhr unser fast 73 km langes Rennen durch den Thüringer Wald beginnen

Ganz in der Nähe erhalten wir im Creuznacher Haus ohne lange Wartezeiten unsere Startunterlagen.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Hier gibt es die Startunterlagen

"Nu werden Sie mal nicht frech!"

Neben unseren Startnummern bekommen wir auch ein hübsches Funktions - T - Shirt und eine Flasche bibop mit einem Biermischgetränk.
Ich träume gerade wegen morgen etwas vor mich hin, als Dieter bei der Shirt - Ausgabe über einen Teilnehmer scherzt, der sein Getränk zurückgeben will und wohl dafür im Gegenzug noch mit allerlei Tricks ein zusätzliches T-Shirt ergattern will. Nur dieser etwas humorlose Geselle versteht offensichtlich den Spaß nicht. Er schreit "Nu werden Sie mal nicht frech!" und schreckt mich aus meinen Träumen vom morgigen Lauf heraus ...

Nichts wie weg hier, bevor das ganze noch eskaliert! Wir wollen als Leichathleten laufen und nicht boxen oder ringen. Mit einem vorzeitigen Sprint verlassen wir das Gebäude.
Nach so viel Schreck knurrt der Magen. Gleich nebenan grillt jemand Thüringer Bratwürste. Ich greif beim Steak zu. Bratwürste gibt es sicher auch noch in Schmiedefeld genug.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Links Dieter mit seiner Startnummer

Der Abend in Schmiedefeld

Schmiedefeld am Rennsteig ist auch schon unser heutiges Ziel, weil wir am Zielort übernachten wollen. Wir meiden dieses mal weitgehend die Autobahn und fahren durch die schöne Mittelgebirgslandschaft des Thüringer Walds zum Zielort.
Dort parken wir im Zielgelände auf der Parkwiese, wo wir auch unsere Zelte aufstellen dürfen. Für 2 Personen und 2 Nächte zahlen wir dafür insgesamt 8 Euro.
So nächtigen wir direkt und günstig am Puls des Renngeschehens.

Freunden von Navigationssystemen sei übrigens gesagt, es gibt zwei Schmiedefelde in der Region. Schmiedefeld am Rennsteig ist das "richtige" Schmiedefeld. So manch einer lernte auf diese Weise schon ungewollt das "falsche" Schmiedefeld (Lichtetal) kennen. Ein Besuch des Kräuter- und Olitätenmuseum Beim Giftmischer soll dort übrigens empfehlenswert sein. Leider hilft das Gift nichts, um das "Navi" ins Nirwana zu schicken ...

Rennsteig - Supermarathon 2008

Wir zelten etwas im Wald bei der Parkwiese in Schmiedefeld. Im Vordergrund mein Zelt, dahinter Dieters bereits auf Spitzbergen erprobtes Zelt.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Die Autos auf der Parkwiese

Abends treffen dann so allmählich alle aus meinem Bekanntenkreis rund um das Team Bittel ein, die morgen teilnehmen möchten. Als Schlaftrunk gibt es dabei noch ein Schwarzbier und zur Stärkung die unvermeidlichen Thüringer Bratwürste. Die Kloßparty findet leider ohne uns in Eisenach statt.

Gegen 11 Uhr gehe ich ins Bett. Das bedeutet für mich maximal 4 Stunden Schlaf, da uns der Bus bereits um 3:30 nach Eisenach fährt.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Ein Gruppenfoto vor dem Schlafengehen. In der Mitte Erwin mit Crocodile Dundee Hut

Der große Renntag am Rennsteig

Die schrecklich langen und gnadenlosen Kanten vor Augen, tue ich kaum ein Auge zu. Vielleicht döse ich gerade mal ein Stündchen vor mich hin. Ich weiß es nicht, da ich diese Zeit nicht gestoppt habe.
Um 2:30 habe ich die Schnauze gestrichen voll und stehe vorzeitig auf. Hätte ich doch gleich die Nacht durchgemacht.
Dieter schläft so beneidend den Schlaf des Gerechten, dass ich ihn kurz vor 3 Uhr wecken muss. Auch Du darfst jetzt aufstehen!

Nach einer kurzen Morgentoilette gehen wir zu Sven, der im Auto nächtigte und ebenfalls kaum ein Auge zutat. Schlaftrunken wandern wir etwa 10 Minuten mit anderen Leidensgenossen zu den Bussen. Die sind schon gut gefüllt, als wir ankommen. Aber jeder erhält noch seinen Sitzplatz. Die knapp 1 1/2 Stunden Fahrt nach Eisenach kostet jeden 10 Euro. Erstaunlich wie freundlich dabei uns der Busfahrer empfängt, dessen Nachtruhe heute auch flach fällt.

Vielleicht genießt er dann die einsame und sehr rasante Fahrt auf den kurvigen und engen, aber in der Nacht leeren Straßen des Thüringer Walds. Dabei fliegen wir an den heroischen Stätten des heutigen Laufes vorbei: Schmücke, großer Beerberg und Oberhof. Wie wird es mir heute Nachmittag wohl auf diesen letzten Kilometern ergehen?

Fast alle schlafen während der Busfahrt - die meisten versuchen es zumindest -  während wir drei uns unterhalten. Irgendwie habe ich jetzt auch keine Lust mehr meinen fehlenden Schlaf nachzuholen. Als wir mal etwas zu laut werden, erhalten wir von einem der "Möchtegernschläfer" eine gestrenge Ermahnung. Das war dann nach dem "Nu werden sie mal nicht frech" schon der 2. Rüffel innerhalb von 12 Stunden!

Brav halte ich nun meinen Mund, während Sven und Dieter miteinander tuscheln. Mittlerweile haben wir den Thüringer Wald hinter uns gelassen und fahren die letzten Kilometer auf der Autobahn. Langsam graut der Morgen und über den Feldern liegen noch Nebelschwaden. Diese faszinierende Morgenstimmung weckt langsam meine Lebensgeister und irgendwie freue ich mich nun schon auf den Lauf. Wie schon im Vorjahr will ich ihn, wenn das Wetter mitspielt gemächlich angehen und mir an den Verpflegungspunkten viel Zeit lassen. Als Zielzeit setzte ich mir schon wie im Vorjahr als ungefähre Marke die 10 Stunden. Auch wenn man da nicht so schnell läuft, kann man bei diesem Zeitrahmen noch viel fotografieren und unterwegs gemütlich essen und trinken.

Eisenach liegt auch noch etwas im Nebel, als uns der Bus direkt am Marktplatz um 4:45 aussetzt. Noch herrscht dort Ruhe. Wir gehen ins Festzelt, wo gestern die Kloßparty stattfand. Einer scherzt, ob noch ein paar Klöße übrig geblieben sind. Aber die gefräßigen Ultraläufer in Eisenach, haben kein einziges auch noch so winziges Klößchen übrig gelassen. So fällt das Frühstück mit Kaffee und Kloß ins Wasser. Dadurch haben wir nun mehr Zeit unsere letzten Vorbereitungen für den Lauf zu treffen.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Letzte Vorbereitungen im Zelt vor dem Start

Was ziehen wir heute an? Wie wird das Wetter? Regnet es? Wird es eisig auf den Gipfelgraten?
Viele Fragen, wenig Antworten. Der Wetterbericht verkündet für heute mildes aber wechselhaftes Wetter, wo alles möglich ist, frei nach dem Motto kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt so wie es ist. Kräht aber der Hahn auf dem Huhn,
hat das mit dem Wetter natürlich nichts zu tun.

Langsam wird es hell und noch immer kräht kein Hahn danach, was wir anziehen sollen. Also gut, da es heute mild sein soll, zieh ich meine Shorts an und ein kurzärmeliges Funktionslaufshirt vom letzten Jungfraumarathon, weil da der Stoff so angenehm ist. Außerdem nehme ich ein langärmeliges Shirt vom Vollmondmarathon 2006 mit. Da ich heute mit Rucksack laufe, kann ich noch ein paar weitere Kleinigkeiten mit einstecken.

Eine halbe Stunde vor dem Start halte ich es im Zelt nicht mehr aus. Ich muss raus, wo das Läuferleben pulsiert, auf den Marktplatz der Gefühle. Wen werde ich da so alles treffen? Die Ultra- und Berglaufszene ist ja fast so was wie eine große Familie, wo fast jeder jeden kennt.
Schnell geb ich mein Laufgepäck ab und dann schau mich um, wer so alles anzutreffen ist:

Rennsteig - Supermarathon 2008

Obligatorisches Foto vor dem Starttor - noch ist wenig los

Rennsteig - Supermarathon 2008

Mit Nummer 330 Olaf Schmalfuß, der noch etwas übernächtig die Nacht durchgemacht hat. Rechts daneben laufspass.com - Autorin und 24 - Stundenlaufspezialistin  Silke Stutzke

Rennsteig - Supermarathon 2008
Rennsteig - Supermarathon 2008

Dirk Böning und Rennsteig - Veteran Frank Ulrich Etzrodt

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