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Rennsteig - Supermarathon 2008

Eine der langen Kanten beim Rennsteiglauf 2008

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Rennsteig - Supermarathon beim Rennsteiglauf - 73 km durch den Thüringer Wald am 17.5.2008 -   Bildbericht von  Thomas Schmidtkonz

"Ich laufe ja so gerne am Rennsteig durch das Land!"

Teil 7: Lange Kanten

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Lange Kanten und die harten Vierziger

Die Ebertswiese beendet auch den relativ leichten Streckenabschnitt. Nun folgen einige kräftige Anstiege. Einer dieser Schlüsselanstiege ist sicher die knapp 2 Kilometer lange Bergaufpassage zwischen Kilometer 42 und 44 zur Schmalkalder Loibe. Manche Abschnitte sind dabei so steil, dass sie eines Bergmarathons in den Alpen würdig sind.
Bin ich trotz meines langsamen Lauftempos meist bemüht jeden Anstieg auch mit kurzen Schritten hochzujoggen, gehe auch ich hier in den Schritt über. Dennoch überhole ich auch hier in der Regel am Hang die meisten Mitstreiter, während diese mich an den Flach- und Bergabpassagen wieder einholen.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Steiler Anstieg zur Schmalkalder Loibe

Rennsteig - Supermarathon 2008

Da wir nun schon einen Marathon in den Knochen haben, tut das schon etwas weh

Wanderer und Walker

Mittlerweile sind auch Wanderer und Walker mit auf der Strecke. Dumm ist das, wenn es eng wird und zwei Walker nebeneinander wandern. Dann müssen wir beim Überholen manchmal in Pfützen und ähnliches Unbill ausweichen.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Eine der zahlreichen langen Kanten am Rennsteig

Rennsteig - Supermarathon 2008

Zeit und Raum - zwei dehnbare Begriffe

Irgendwie bin ich an den Flachstrecken und Abwärtsstrecken langsamer geworden. Ich merke das, weil viele mich überholen, die ich schon lange zuvor überholt hatte. Nur an den Anstiegen halte ich zu meiner Zufriedenheit gut mit und überhole dabei sogar die meisten. Ich bin zwar nun sehr langsam, aber halte sehr konstant mein Tempo. Egal, ob's bergauf oder bergab geht. So fühle ich mich am wohlsten. Zeit und Raum dehnen sich dabei ungemein. Die Zeit scheint stehen zu bleiben und die Entfernungen dehnen sich in die Endlosigkeit aus. Die oft langen Geraden und und die herbe und strenge Mittelgebirgslandschaft tragen zu dieser Vorstellung ihren Teil bei.

Nach 6 Stunden und 37 Minuten entdecke ich zu meiner Freude die magische 50 Kilometermarke. Da ich sehr langsam geworden bin, will ich mir ab nun an den Verpflegungspunkten weniger Zeit lassen. Ich will auch nicht mehr so viel fotografieren, weil ich sonst gar nicht mehr vom Fleck komme. Gerne möchte ich immer noch in meinem Zeitrahmen von 10 Stunden bleiben. Dabei ist es mir aber egal, ob dann am Ende 5 Minuten mehr oder weniger rauskommen.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Über diesen Anblick freut sich wohl jeder Rennsteigläufer!

Rennsteig - Supermarathon 2008

Labestation am Gustav-Freytag-Stein bei KM 51

Dem Grenzadler entgegen

Ich lauf nun neben zwei schnellen Wanderern der 35 Kilometer - Wanderung her, die zwischendurch auch joggen. Beide jammern lauthals: "Ach, wenn nun endlich das Ende käme. Sind es nun noch 1 oder 2 Kilometer? Wie schrecklich, wenn es noch zwei wären!". Sie meinen damit ihr Ziel beim Grenzadler. Am liebsten möchte ich erwidern: "Und was meint ihr Weinis, was ich noch vor mir habe! Bei mir sind es noch 20 Kilometer!".

Endlich erreichen wir nach einer langen monotonen Gerade, durch den finsteren Bergwald verlaufend, den großen Verpflegungspunkt Grenzadler. Hier hat man auch verfrüht die 55 Kilometermarke aufgestellt, obwohl wir hier erst gut 54 Kilometer hinter uns haben. Kurz dahinter nimmt eine Matte auch eine Zwischenzeit von uns.

Ich fasse schnell Verpflegung. Mein neuer Favorit bei den Getränken ist Limo. Dazu ein Brot mit Weichkäse und leckeren, frischen Kräutern. Ich halte mich nicht lange auf und marschiere gleich weiter.

Rennsteig - Supermarathon 2008

Kilometermarke 55 am Grenzadler. Wir haben hier aber erst 54 km geschafft.

Dahinter folgt ein kurzer bissiger Anstieg, bevor es bis zum Rondell bei Oberhof lange Zeit recht steil bergab geht, wo mich viele überholen. Auf dieser Abwärtspassage schmerzen mir die müden Beine und Gelenke. Abwärtslaufen kann härter als der Bergauflauf sein!
Ungewohnt und seltsam fühlt sich dabei ein sumpfiger Wegabschnitt an, den man mit Baumrinde bedeckt hat. Der Boden unter unseren Füßen federt dabei ganz weich, fast wie ein Trampolin. Das ist doch mal was anderes, als der oft recht steinige Untergrund sonst!

Rennsteig - Supermarathon 2008

Rondell bei Oberhof. Auf einer geschwungenen Fußgängerbrücke überqueren wir die Bundesstraße, die rechts nach Suhl führt

Rennsteig - Supermarathon 2008

Höchster Punkt der Strecke

Nun beginnt langsam der Anstieg zum Großen Beerberg, dem höchsten Punkt der Strecke und auch des ganzen Thüringer Waldes. Wieder einmal hängen die Wolken sich hier fest. Unter einem finsteren Himmel laufen wir durch einen strengen und düsteren Fichtenwald. Das drückt auf mein Gemüt. So kommen unangenehme Fragen und Gedanken auf, wie: "Warum tust Du Dir das an? Nein, noch einen Ultra machst Du nicht mehr in diesem Jahr! Nächstes Jahr laufe ich beim Rennsteig nur den Marathon ...", also genau das, vor das uns Läufer jeder Mentaltrainer nur warnen kann.
Wie freue ich mich da, als ich endlich nach 8 Stunden und 7 Minuten die längst überfällige 60 Kilometermarke entdecke. Gegenüber dem Vorjahr, wo ich nach 9:48 Stunden ins Ziel lief, habe ich schon viel Zeit verloren. Damals war es für mich in diesem lockeren Tempo eine "Wellnesstour". Heute wäre es eine Lüge, wenn ich wieder von einem reinen Vergnügungslauf sprechen würde. Da ist mein momentaner Trainingsstand schuld. Mir fehlten einfach in letzter Zeit die langen Trainingseinheiten. Das rächt sich nun. Sicher, ich krieche noch nicht auf dem Zahnfleisch, muss auch nicht gehen, ich jogge immer noch. Aber mein Lauftempo gleicht dem einer Laufschnecke.
Daher die bange Frage: Werde ich noch im Rahmen der geplanten 10 Stunden bleiben?

Rennsteig - Supermarathon 2008

KM 60 im düsteren Fichtenwald an den Hängen des Großen Beerbergs

Knappe zwei Kilometer später überlaufe ich bei Plänckners Aussicht in 974 Meter über NN die Passhöhe. Der eigentliche Gipfel des Beerbergs liegt ein Stückchen entfernt und ist etwa 14 Meter höher gelegen.
Hier hat man einen schönen Ausblick ins weite Land. Leider verdüstern dunkle Wolken die Szenerie. Wenigstens fängt es aber nicht wieder an zu regnen.

Rennsteig - Supermarathon 2008
Rennsteig - Supermarathon 2008

Ausblick vom Großen Beerberg

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