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Swiss Alpine Marathon 2010

Der Frühstart um 6:00 beim Swiss Alpine Marathon K78 im Jahr 2010

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Swiss Alpine Marathon K78 am 31.07.2010 - 78,5 km und 2260 Höhenmeter - Laufspaß pur zum Jubiläum - Bildbericht von Thomas Schmidtkonz

Teil 1: Der Start und erste Kilometer

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Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel

 

Einleitung

Als 1986 der erste Swiss Alpine stattfand, damals mit 67 km Laufstrecke gut 11 Kilometer kürzer als der heutige K78, galt dieser Lauf noch als "Anlass für Spinner“.
Heute zur 25. Auflage sieht man aber den Swiss Alpine K78 in Angesicht viel "spinnerterer" Läufe wie etwa dem Ultra-Trail du Mont-Blanc als "Mutter aller Bergultras" und Berglanglaufklassiker an. Auch außerhalb der Berglaufszene akzeptiert man ihn heute als zwar anspruchsvolle aber ansonsten normale Sportveranstaltung.

Heutzutage gibt es viel schlimmere, schwerere und längere Bergultras. Dennoch lockt dieser Klassiker viele Läufer an und viele andere zollen erfolgreichen K78 - Finishern den verdienten Respekt. Dem Veranstalter gelang sogar ein Coup. Mit der Möglichkeit eines Frühstarts für langsamere Läufer konnte er 42 % mehr Teilnehmer als im Vorjahr zur Langdistanz ermuntern.
So konnten sich auch erstmals schwächere und ältere Läufer und speziell auch Läuferinnen an die lange Strecke wagen, weil man mit 14 Stunden Zielschlusszeit viel mehr Zeit hatte als bei der mit 12 Stunden doch recht knapp bemessenen alten Zeit.
Anders als z.B. der
Ultra-Trail du Mont-Blanc, der mit dem Motto "länger, schwerer, schlimmer" die Extremlaufjunkies anzieht,  lockt der Swiss Alpine mit einer kontinuierlichen Verbesserung der Strecke, Organisation, dem Service und auch mit neuen Streckenvarianten wie etwa K11, K21, K31, Kulturmarathon C42 und dem Bergmarathon K42. Dies macht sich bezahlt, wenn man die ständig steigenden Teilnehmerzahlen betrachtet, gerade auch weil so viele andere Laufveranstaltungen erfolglos gegen zurückgehende Zahlen ankämpfen müssen.

Aber bevor wir uns in dieses Thema zu sehr verlieren, lassen wir nun meinen Bildbericht sprechen, der sicher zeigt was für ein tolles Lauferlebnis der Jubiläums - K78 dieses Jahr war.

Anreise / Wetter / Knöchel

Swiss Alpine Marathon 2010

Symptomatisch für das schlechte Wetter an den Vortagen vor dem Lauf: Es fühlen sich nur die Schnecken wohl ...

Als ich donnerstags in die Schweiz anreise, scheint der Himmel seine Schleusen geöffnet zu haben. Als ich mich südlich von Liechtenstein dann doch auf eine kleine Joggingtour wage, fühlen sich dort im Dauerregen nur die Weinbergschnecken wohl.

Ach ja, die Schnecke ist sicher auch ein passendes Symbol für mich. Bin ich schon sonst eine Laufschnecke, bremst mich diesmal auch noch mein rechter Knöchel aus, den ich mir vor 4 Wochen bei einem Trainingslauf übel verstauchte. Der K78 stand damit für mich erst einmal total auf der Kippe.
Nun kann ich aber wieder laufen, wenn ich mein Bein bandagiere und höllisch darauf aufpasse nicht gleich noch einmal umzuknicken. Aber riskant wird für mich ein so langer Lauf im Hochgebirge mit all seinen Fußfallen schon werden! Daher bin auch schon schrecklich aufgeregt!

Freitagslauf im Regen

Swiss Alpine Marathon 2010

Auch am Freitagmorgen noch Regenwolken auf meiner Joggingtour über die Schatzalp hinaus

Freitag morgen möchte ich gerne von Davos über Schatzalp und Strelapass zum Weißfluhjoch hoch laufen. Anfangs freue ich mich noch über die literarischen Tafeln mit Auszügen von Thomas Manns Werk Zauberberg am Thomas Mann Weg, aber oberhalb der Schatzalp ist all die Freude dahin, denn da bläst mir bei Regen auch noch ein eiskalter Wind ins Gesicht. So werfe ich in etwa 2200 Meter Höhe das Handtuch und kehre um. Hoffentlich bestätigen sich die positiven Wetterprognosen für morgen, denn so ein Mistwetter möchte ich morgen zumindest am Panoramatrail in über 2500 m Höhe nicht erleben!

Swiss Alpine Marathon 2010

Andrang bei der Startnummernausgabe am Freitag Nachmittag

Swiss Alpine Marathon 2010

Trophäen früherer Swiss Alpine K78 Marathons aus der Zeit der letzten 24 Jahre

Pressekonferenz

Der mehrfache K78 - Sieger Jonas Buud aus Schweden und OK Präsident Andrea Tuffli stehen im Mittelpunkt der Pressekonferenz am Freitagspätnachmittag.
Freudig erfahre ich da, dass auch die Veranstalter morgen mit einem wunderschönen Wetter rechnen und einen entsprechend schönen Lauf erwarten. So was hätten wir doch zum Jubiläum alle redlich verdient!

Swiss Alpine Marathon 2010

Links der spätere Sieger Jonas Buud aus Schweden. In der Mitte OK Präsident Andrea Tuffli bei der Pressekonferenz am Freitag Nachmittag

Eiskalter Morgen

Nachts kann ich vor Aufregung schlecht schlafen. Also guck ich mitten in der Nacht zum Fenster raus. In der Tat, all die Wolken haben sich verzogen und die Sterne funkeln am Firmament!

Um 4:00 stehe ich auf und gehe frühstücken. Bei uns im Hotel sehe ich nur drei weitere Frühaufsteher, wovon wie sich rausstellt nur das Pärchen am Nachbartisch um 6:00 starten will, während der andere schon so früh vor dem 8-Uhr-Start was essen möchte.

5:15 verlasse ich das Hotel und treffe mich Gabi Weißbrodt und ein paar anderen Frühstartern in einem Hotel ein paar Blöcke weiter. Sie sind schon die ganze Woche da. Ihre Reise hat laufreisen.de organisiert.

Gemeinsam stiefeln wir durch das noch verschlafene Davos, wo wir bei eisiger Morgenkälte nur ein paar weitere Laufgenossen und einen ultraorthodoxen Juden entdecken, der seine runde Pelzkappe sicher auch bei wärmerer Temperatur trägt.
Übrigens das mit "eiskalt" ist nicht so dahin gesagt. Mit Schrecken entdecke ich Raureif auf den Autos und den Wiesen. Soll ich da überhaupt mit Shorts loslaufen?

Swiss Alpine Marathon 2010

Raureif auf der Parkwiese am Start in Davos um etwa 5:30 morgens

Gepäck

Ich werde zwar mit Shorts starten, kann mich aber ansonsten warm anziehen, da ich heute meinen Laufrucksack mitnehme. Der stört mich nicht weiter, weil ich heute ohnehin keine Bestzeiten aufstellen kann und mag. Dafür kann ich dann später, wenn es mir zu warm wird Jacke und langärmeliges Shirt dort reinstecken. Wenn mir das zu schwer wird, kann ich das dann in Bergün in meinen Gepäcksack stecken, den ich zum Zwischenpunkt Bergün transportieren lasse. Diese Möglichkeit ist ein Superservice des Veranstalters und verdient Nachahmer!

Swiss Alpine Marathon 2010

Gepäckabgabe für den Transport nach Bergün, wo man dann z.B. seine Klamotten zwischendurch wechseln kann

Lauffamilie

Am Start entdecke ich lauter Bekannte. Wir Berglangläufer, gerade die langsamen, sind ja so was wie eine große Familie. Das konzentriert sich natürlich heute noch beim Frühstart der  "Laufschnecken".
Ganz besonders freue ich mich als ich Iris entdecke. Uns verbinden gemeinsame Erlebnisse beim ersten Kaisermarathon 2006.

Swiss Alpine Marathon 2010

Neben mir Iris, wie ich eine alte Tour de Tirol Veteran

Swiss Alpine Marathon 2010

Links zwei Bekannte von meinem Hotel, rechts Rafael

Der Start

Pünktlich um 6:00 fällt der Startschuss zum Frühstart des 25. Swiss Alpine K 78. Ich überquere mit laufender Filmkamera die Startlinie. Mal schauen wie verwackelt der Film diesmal wieder wird! Da ist das Fotografieren während des Laufens schon viel einfacher. Aber auch der laufende Fotograf sucht ja ständig neue Herausforderungen!

Swiss Alpine Marathon 2010

Der Frühstartschuss ist gefallen. Die "langsamen" K78 - Läufer machen sich auf ihren langen Weg

Rote Laterne

Starte ich hier wirklich bei einem Ultra mit Langsamstartern? Nein, das kann doch nicht sein! Fast alle rasen wie bei einem Hundert Meter Lauf von dannen! Aber ein Blick auf die Uhr verrät es, es nicht 8 Uhr sondern 6 Uhr. Wie mag das dann erst um 8 Uhr zugehen?
Schon bald verfolgen mich Polizei und Besenwagen. Na, wegen überhöhter Geschwindigkeit winkt mich heute jedenfalls die Polizei nicht heraus!

Swiss Alpine Marathon 2010

Selbst schon so früh am Morgen jubeln uns Zuschauer in Davos zu

Swiss Alpine Marathon 2010

Eine beschauliche Kirche in Davos im ansonsten so modern  und nüchtern  gestalteten Davos

Panikmache am Morgen

Ich muss also doch etwas Gas geben! Irgendwann überhole ich doch 2 oder 3 Läufer. Wir laufen nun auf einer langen Schleife durch das noch verschlafene Davos. Nur ein vor sich hin lallender Jugendlicher, er hat wohl heute Nacht zwar keinen Lauf- dafür aber umso heftigeren Sauf-Ultra bewältigt, will mich und meinem Laufkameraden neben mir vor dem Besenwagen ängstigen. Dieser Besenwagen ist aber die ganz normale Straßenreinigung am frühen Morgen. Daher beeindruckt uns diese Panikmache wenig.

Swiss Alpine Marathon 2010

Schweizer Fähnchen, dahinter ein Baukran, wo man schon wieder für die Wintersportler baut

Erste Fußfalle

Endlich verlassen wir den doch etwas eintönigen, da zu modern gestalteten Siedlungswust von Davos. Auf einer Holzbrücke überqueren wir die Landwasser, deren rauschendes Gewässer uns noch öfters begleiten wird. Auf der Brücke ist es spiegelglatt, da sich auf den Holzplanken Raureif angesammelt hat. Eisglätte im Sommer! Wer hatte das gedacht! Wenigstens habe ich die erste Knöchelfalle gemeistert!

Swiss Alpine Marathon 2010

Raureif auf der Holzbrücke! Vorsicht es ist hier eisglatt und das mitten im Sommer!

Erste Trinkstelle

Die Helfer an der ersten Trinkstelle versuchen sich auch in Bewegung zu halten. Auch ihnen ist es kalt. Als besonderen Service haben sie das Wasser für uns angewärmt! Danke ihr netten Helfer!

Swiss Alpine Marathon 2010

Erster Verpflegungspunkt nach gut 5 Kilometern Laufstrecke

Erster Anstieg

Auf den rechten Berghängen scheint schon die Sonne. Noch könnten wir im Gegensatz zu später nicht genug von ihr bekommen, aber zuerst laufen wir auf die rechten Berghänge und ihren schattigen Bergwäldern zu. Da wird es wohl die nächsten 1 - 2 Laufstunden nichts mit Sonnenschein werden!

Wenigstens folgt nun der erste Anstieg und mir wird es trotz der Kälte warm. Zuerst stecke ich die Jacke weg und dann sogar das langärmelige Shirt darunter. Ich laufe nun kurzärmelig.

Swiss Alpine Marathon 2010

Vor uns der erste von vielen Anstiegen

Swiss Alpine Marathon 2010

Die ersten Sonnenstrahlen treffen auf das schon hinter uns liegende Davos!

<== Karte Teil 2 ==>

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