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Black Forest Trailrun Masters in Simonswald vom 21. bis 22. Mai 2011 - Ein Schwarzwald-Ultra-Märchen - Bildbericht von Günter Kromer

Teil 3

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Mehr über den Autoren Günter Kromer

Black Forest Trailrun 2011
Idylle im Schwarzwald bei den Black Forest Trailrun Masters 2011

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Dann geht es wieder über sonnige Wiesen, zwischendurch kurz auf Asphalt an Kühen und Ziegen vorbei und bald erneut durch den Wald.

Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Der Black Forest Trailrun fordert nicht nur Ausdauer und Trittsicherheit, sondern auch Aufmerksamkeit. Die Strecke wurde zwar bei jeder Abzweigung klar und eindeutig markiert, doch wer nicht aufpasst oder zu sehr in ein Gespräch vertieft ist, übersieht leicht einen der vielen blauen Punkte. Ich selbst konnte mich auf die exakten 57 km beschränken, aber es gab genügend Teilnehmer mit einer kleinen Zugabe.
Erst wenige hundert Meter vor dem Ziel kommt dann eine Stelle, an der auch ich zweifle, in welche Richtung ich laufen soll. Bisher wurde die Route komplett mit blauen Punkten oder blauen Pfeilen markiert, nun zeigt aber ein großer, dicker roter Pfeil nach rechts. Gilt der auch für uns? Ein paar Läufer ignorieren die rote Farbe und laufen geradeaus weiter, doch ich glaube, dass das Rot nur die Abzweigung besonders auffällig zeigen soll und folge dem Trail nach unten. Richtig!
Bald darauf führen mich ein paar weitere rote Pfeile über eine Brücke, am Bach entlang und dann auf einem Parkplatz direkt unter geparkten Autos hindurch. Als ich plötzlich sehe, wie Wolfram von links auf das Ziel zu eilt befürchte ich, doch versehentlich auf der falschen Route zu laufen und ungewollt ein Stück abgekürzt zu haben, aber Wolfram saß längst im Biergarten und will nur meine Ankunft fotografieren. Geschafft!
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Das Schicksal hält nun aber noch eine harte Prüfung für mich ganz persönlich bereit. Wahrscheinlich bin ich der einzige der 110 Teilnehmer, der auf dem kurzen Weg vom Ziel zum Biergarten über das schwerste Hindernis des Tages stolpert.
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Nach einer angenehmen Stunde im Biergarten spaziere ich hinauf zur Turnhalle, gehe Duschen und esse anschließend beim Italiener eine große Portion Pasta.

Sonntag
Heute starten wir erst um 10 Uhr und statt unten am Sägeplatz nun direkt neben der Schule. Beim Panoramalauf nehmen natürlich mehr Läufer teil. 190 Teilnehmer wollen die 21,4 km bewältigen, 60 Leute starten kurz darauf beim 10,5 km Jedermannlauf, und für Schüler findet ein Crosslauf statt.
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Die heutige Strecke ist meist gut laufbar. Nur wenige Abschnitte sind so steil dass ich gehen muss. Nur am Anfang und kurz mal zwischendurch laufen wir auf Asphalt. Es gibt heute nur sehr kurze Trails.
Während des Aufstiegs wird die Route dem Titel "Panoramalauf" gerecht. Sehr häufig können wir die schöne Aussicht genießen.
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Beim Frühstück war ich überrascht, wie wenig Muskelkater ich von gestern habe, aber nun merke ich zwischen km 2 und km 4 doch sehr stark die Anstrengung des letzten Tages. Die Beine spielen zwar mit, aber mein Puls ist so hoch wie sonst höchstens beim Intervalltraining.
Im Gegensatz zu gestern, als es überhaupt keine Kilometermarkierungen gab, wurde heute jeder Kilometer markiert.
Etwa bei km 4,3 sehe ich auf der weit gegenüber liegenden Seite eines kleinen Tales viele Läufer bergauf laufen.
Black Forest Trailrun 2011
Zuerst bin ich stark demotiviert. Das darf doch nicht wahr sein, dass ich nach so kurzer Strecke schon dermaßen Rückstand habe! Doch dann fällt mir ein, dass dies die nach uns gestarteten Jedermannläufer sein müssen. Zur Verdeutlichung der Hase und Igel-These hoppelt gleich darauf doch tatsächlich ein Hase vor mir über den Weg.
Ab km 6 scheint in mir jemand einen Schalter umgelegt zu haben, denn plötzlich fühle ich mich wieder pudelwohl und kann wieder ganz normal laufen.
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
Im Gegensatz zu gestern folgen heute die Verpflegungsstellen so dicht aufeinander, dass ich nicht bei jeder stehen bleibe.
Black Forest Trailrun 2011
Ab dem höchsten Punkt der Strecke führt die Route fünf Kilometer weit ununterbrochen auf breiten, gut laufbaren Waldwegen abwärts. Das Gefälle ist genau richtig zum Tempomachen - nicht zu steil, aber auch nicht zu flach. Inzwischen geht es mir wieder so gut, dass ich laufen kann, als hätte es den gestrigen Trail nicht gegeben.
Als ich fast unten im Tal ankomme bremst mich ein herber Gegenaufstieg wieder etwas aus, aber bald geht es erneut eine Weile abwärts. Schließlich sehe ich schon das Schulgelände mit dem Ziel unter mir und höre die Ansagen zu den einlaufenden Finishern. Noch einmal folgt ein kurzer, aber leichter Aufstieg. Das letzte Stück führt über einen Wiesentrail, der oft fast eben, zwischendurch aber auch mal recht steil ist.
Black Forest Trailrun 2011
Black Forest Trailrun 2011
An einer Stelle warnt ein Ordner vor Rutschgefahr im Schlamm, aber im Gegensatz zu Matschsuhlen bei manch anderen Läufen kommt mir diese Stelle sehr harmlos vor.
Ich hätte zuvor nie erhofft, dass ich heute unter 2:30 laufe. Daher freue ich mich sehr, als meine Uhr am Schluss 2:19 zeigt. Auf einen Platz auf dem Siegertreppchen muss ich allerdings noch mindestens zwei Jahrzehnte warten, bis ich dann vielleicht mal der einzige Starter der Klasse M70 bin. Aber mit Platz 55 von 70 in der Gesamtwertung dieses Wochenendes bin ich sehr zufrieden.

Am Ziel werde ich schon von einigen Läuferinnen begrüßt, die ich kenne. Bei jedem Lauf lernt man neue Leute kennen, und obwohl dies erst mein 11. Ultra ist merke ich, dass ich schon überraschend viele Teilnehmer von früheren Wettkämpfen her kenne. Auch gestern und heute lernte ich wieder einige Leute kennen, bei denen ich mich freue, wenn sich unsere Wege bald wieder kreuzen. Die Herzlichkeit in dieser Szene, zumindest bei den Genussläufern, ist ganz anders als bei vielen anonymen Stadtmarathons und Volkläufen. Das gehört für mich abgesehen vom Naturerlebnis zu den schönsten Aspekten dieser Sportart.
Vor der Turnhalle wird heute Mittag mit preiswerter Pasta, einer riesigen Kuchenauswahl und vielen Getränken gefeiert. Zwei Stunden lang verbringe ich mit vielen kurzweiligen Gesprächen. Eigentlich will ich zum Abschluss der Reportage noch bei der Siegerehrung die Gewinner der Masterswertung fotografieren, aber aufgrund technischer Probleme verzögert sich diese. 90 Minuten nach Zielschluss muss ich ohne das letzte Foto aufbrechen, da ich mal wieder umweltfreundlich angereist bin und mein Bus um 14:56 abfährt. Aber egal. An den beiden Tagen habe ich 130 Bilder geknipst, wovon ich 78 für diesen Bericht auswählte, das genügt.
Platz 1 bei den Männern ging an Jerome Boellinger, gefolgt von Matthias Stegbauer und Franz Mosbauer. Die schnellste Frau war Brigitte Martin, gefolgt von Simone Keller und Kerstin Müller.
Für den nächsten Black Forest Trailrun kündigt Hans Meier bereits jetzt eine komplett neue Route mit noch mehr Höhenmetern an, damit wir dann einen anderen Bereich dieser schönen Schwarzwald-Landschaft kennen lernen. Einesteils schade, denn die wunderschöne aktuelle Strecke kann ich jedem Trailläufer uneingeschränkt empfehlen, andererseits freue ich mich darauf, nächstes Jahr hier auch neue Wege zu entdecken.

Links

Internetseite des Veranstalters des Schwarzwaldtrails

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