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Allgäu Panorama Ultratrail

Morgenstimmung beim Allgäu Panorama Ultratrail Sonthofen

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Allgäu Panorama Ultratrail Sonthofen am 23.08.2009 - Der Traumlauf in den Allgäuer Bergen - Bildbericht von Thomas Schmidtkonz

69 Kilometer,  + - 3200 Höhenmeter, 12 Gipfelanstiege, ein Alpenpanorama und ein Laufabenteuer und  Berglauferlebnis pur

Teil 1: Der Start und Lauf vom Nebel in die Sonne

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Dr. Willmar Schwabe Arzneimittel

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Einleitung

Ein fast 70 Kilometer langer Panoramatrail mit etwa 3200 Höhenmetern rund um die Allgäuer Bergwelt zwischen Sonthofen und Kleinwalsertal,
:-) das klang für mich verlockend. Daher meldete ich mich gleich zu diesen verheißungsvollen Ultratrail an.

Die beiden Tage zuvor

Einige Wochen später reisen Gaby, Manfred und ich freitags nach Sonthofen an. Wir übernachten am Campingplatz in Sonthofen an der Iller und ganz nahe am Zielgelände des Laufs am Bad Wonnemar.
Weil der Boden hier so steinig ist, ruiniere ich mir die Hälfte meiner Heringe fürs Zelt.  Nach diesem Steineklopfen, einer wahren Sträflingsarbeit, gehen wir noch in der City essen. Dabei kommen wir auch schon am Startgelände beim Allgäu Outlet vorbei, wo es auch morgen die Startunterlagen gibt.

Nachts fängt es dann heftig zu regnen an. Auch tagsüber zeigt sich der Samstag als verregneter Tag. So können wir in Ruhe unsere Startunterlagen holen und Einkaufsbummeln gehen, zumal Teilnehmer im Allgäu Outlet und im Laufladen von Axel Reusch einen Rabatt von 20 % erhalten.
Dabei kaufen Manfred und ich und einen Laufrucksack. Wir testen ihn bei einem kurzen Nachmittagsläufchen an der Iller und entscheiden uns lieber morgen den alten Rucksack mitzunehmen, da wir uns an den neuen Rucksack noch nicht gewöhnt haben. Lieber morgen keine Experimente unternehmen!

Nudelparty

Abends besuchen wir noch die Nudelparty, wo jeder Teilnehmer seine Nudeln auf einem richtigen Teller und keinen Wegwerfteller erhält.
Von Axel Reusch erhalten wir die letzten Infos zum Lauf. Beim Ultra reichen Straßenschuhe aus und Stecken kann man sich sparen, behalte ich als Hauptinfo. Auf die Stecken verzichte ich gerne, 11 - 12 Stunden lang "Klack, Klack" hören zu müssen wäre für mich eine Seelenqual, aber auf meine leichten und billigen Salomon Boulderado Trail-Schuhe schwöre ich. Nicht zu unrecht wie später die doch nicht so einfache Laufstrecke zeigen wird!

Allgäu Panorama Ultratrail

Am Tag zuvor erhalten wir hier noch Infos zum Lauf

Früh am Morgen

Manfred und ich stehen gegen 4:30 auf, während Gaby noch den Schlaf des Gerechten schlafen darf, da ihr Halbmarathon erst um 10:15 startet, während wir schon um 6 Uhr auf die lange Strecke geschickt werden.
Eine Brezel als Frühstück und eine Tasse Pfefferminztee, das soll mir so früh am Morgen genügen. Den Rest nehme ich mir im Laufrucksack mit und ein paar Verpflegungsstellen soll es ja auch geben.

Manfred braucht mal wieder seine Zeit! So ist es schon recht spät, als wir den Startplatz erreichen. Dort treffe ich meinen Lauffreund Dieter, der mich immer so gerne ärgert. Natürlich lass ich ihn deswegen gleich links liegen und eile zur Kleiderabgabe, zumal der Startschuss schon in Kürze fallen soll. Natürlich ernte ich sofort den verdienten Protest seitens Dieter. Also muss ich Dieter doch noch beachten. "Hallo Dieter, bist Du auch schon da ..."
Dieter schreibt übrigens von heute auch mal wieder einen Bericht. Da Dieter immer deutlich schneller als ich unterwegs ist, ergänzen sich sicher unsere beiden Berichte gut.

Allgäu Panorama Ultratrail

Es ist noch dunkel als wir uns kurz vor 6 Uhr Morgens am Startgelände versammeln

Der Start

Schließlich reihen wir uns ins Starterfeld ein, während Veranstaltungspräsident Axel Reusch uns die letzten Infos ohne technische Hilfe wie Mikrofon oder Megaphon zuruft. Die strengen Auflagen der Stadt, die frühmorgens keinen Radau wollen, machen es notwendig.

Allgäu Panorama Ultratrail

Axel Reusch verkündet ohne Elektronik die letzten Infos für uns Läufer

Die ersten Kilometer

So starten wir dann auch ohne fetzige Startmusik und ohne lautstarken Countdown, einfach ganz leise in den dämmernden Morgen. Die meisten Teilnehmer, viele aus der Berg- und Landschaftsultraszene, benötigen so was auch nicht. Ihnen geht es ums Laufen und schöne Laufstrecken und nicht um einen großen Rummel drum herum, wie es bei so vielen Stadtmarathons üblich ist.

Wir verlassen schnell das Siedlungsgebiet von Sonthofen und laufen die ersten beiden flachen Kilometer am Ufer der Iller entlang. Dabei treffe ich meinen Laufkollegen Jörg Kornfeld. Er kommt wie ich auch aus Forchheim. Dieser "Nimmersatt" lief doch gestern glatt auch noch den Schilthorn Inferno Lauf.
Bald trennen wir uns, da er mir etwas zu schnell läuft. Ich möchte nämlich nicht schon mein Pulver auf den ersten 2,5 flachen Kilometern verschießen.

Allgäu Panorama Ultratrail

Zuerst laufen wir noch bei Dunkelheit und Nebel an der Iller entlang

Gedanken um die Cutoffzeit 7:30 in Oberstdorf

Aber ich muss heute auch Tempo machen, weil ich die vorgegebene Durchgangszeit von 7 Stunden und 30 Minuten in Oberstdorf nach 49 km schaffen muss. Alle Teilnehmer, die länger brauchen, sollen dort raus gezogen werden. Diese Schmach und Enttäuschung möchte ich mir ersparen!
Diese Zeit hört sich eigentlich auch für mich als machbar an. Aber ich weiß nicht wie schlimm hier die Bergauf- und Bergabpassagen sind. Wird's bergab steil und crossig, kann man außerdem wenig Zeit gutmachen. Außerdem wer weiß, ob die Entfernungen richtig ausgemessen sind. Wenn die Strecke per GPS ausgemessen ist, ist die Strecke in Wirklichkeit gerade bei sehr kurvigen Bergpfaden oft viel länger als das GPS angibt.
Also kann ich Genussläufer, der sonst gerade am Anfang bei solchen Läufen herumtrödelt, einfach keine Zeit vergeuden. Das stört mich und meine Angst vor dieser Durchgangszeit zu scheitern gebe ich auch meinen Laufnachbarn kund. Wahrscheinlich mache ich sie deswegen auch noch närrisch.
Einer sagt deswegen mehrmals: "Ich schaff das. Mich hat noch keiner raus gezogen. Selbst beim Ultratrail du Mont Blanc"
Ach, in welchen Kreisen bewege ich mich hier?
Einige immerhin schon recht drahtig und zäh Aussehende kenne ich von den Bergmarathons, aber hier sehe ich noch eine ganz andere Läuferkaste. Diese Ultrabergläufer haben noch drahtigere Muskeln, blicken noch verwegener drein und ihr Gesicht zeigt Spuren von vielen Laufabenteuern,  die sicher genügend Stoff für spannende Bücher liefern könnten.
Für einige von ihnen ist das sicher nur ein kleiner gemütlicher Trainingslauf wie für närrisch Läufe wie dem Ultratrail du Mont Blanc 2009 in einigen Tagen.
Was sind das nur für Leute, wo ich mich mit meinen Wohlstandsbauch hin verirrt habe?
Wenn ich heute den Lauf schaffe, bekäme ich sogar 2 der 4 nötigen "Qualipunkte", um an diesen verrückten 160 km langen Lauf mit etwa 10.000 Höhenmeter rund um den Mont Blanc teilnehmen zu dürfen. Mit meinen anderen diesjährigen Läufen dürfte ich dann sogar die 4 nötigen Punkte haben. Aber diese Punkte interessieren mich überhaupt nicht. Ich will hier nur durchkommen und ein wunderschönes, neues Lauferlebnis mitnehmen. Mir geht es nicht um höher, weiter, schneller und schwieriger sondern um schöne Landschaften, tolle Lauferlebnisse und nette und interessante Laufbekanntschaften. Das macht für mich so ein Bergultra aus. Prahlen über ihre "Ultra- Ultras" können von mir aus die anderen ...

Allgäu Panorama Ultratrail

Als es erstmals bergauf geht, ist es zwar noch nebelig aber schon hell

Ich muss im Schnitt etwa 9 Minuten pro Kilometer laufen, um diese blöde Durchgangszeit zu schaffen. Für die restlichen 20 km hätte ich dann 4 1/2 Stunden Zeit. Da kann ich ja dann trotz Sonnenkopf gemütlich bummeln. Daher mache ich mir auch über die letzten 20 Kilometer erst mal keine Gedanken.
Auf den ersten 3 recht flachen Kilometern konnte ich einen kleinen Zeitpuffer raus laufen, der mit den ersten Anstiegen auch zugleich wieder wie Butter in der Sonne dahin schmilzt.

Während mein Zeitpuffer dahin schmilzt, laufen wir im Nebel durch den Bergwald. Dieser Dunst taucht dabei die Szenerie in eine mystische Stimmung. Selbst die Atemgeräusche von uns Läufern verschluckt er dabei.

Allgäu Panorama Ultratrail

Mystische Stimmung im Nebelwald

Wie groß ist der Kontrast dazu, als wir diese undurchdringliche Wand durchbrechen und die ersten wärmenden Sonnenstrahlen erblicken. Sie tauchen die umgebende Landschaft in ein warmes Goldgelb ein.

Allgäu Panorama Ultratrail

Nach etwas 5 km Laufstrecke durchbrechen wir die zähe Nebeldecke

Wir gewinnen nun ständig an Höhe. So sehen wir bald ein Wolkenmeer, gebildet von der zähen Hochnebeldecke, unter uns.

Allgäu Panorama Ultratrail

Nun liegt die Nebelschicht unter uns

Allgäu Panorama Ultratrail

Die Pferde kümmern sich kaum um das Geschehen am Koppelrand

Keiner der Läufer bleibt von der atemberaubenden Szenerie an diesem frühen Morgen unberührt. Ich bin mir bewusst, der größte Künstler ist die Natur. Solche Augenblicke möchte man einfangen können.
Wie auch immer, ich möchte jetzt das ganze sicher nicht mit einer Nacht im ***** - Hotel oder einer Autofahrt im Rolls Royce tauschen. Ach ihr Millionäre und Milliardäre, wie arm seid ihr, wenn ihr so was nicht erleben dürft!

Allgäu Panorama Ultratrail

Hinter uns der Grünten auf dem ich vor gut drei Wochen einen Tag vor dem Immenstädter Gebirgsmarathon hoch joggte

Allgäu Panorama Ultratrail

Während wir immer weiter dem Himmel entgegen streben, ...

Allgäu Panorama Ultratrail

... können wir auf ein Meer von Wolken unter uns blicken und über die erhabene Natur nur staunen.

 
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