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Ulmer Laufnacht 2009

Morgenstimmung bei der Ulmer Laufnacht 2009

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Ulmer Laufnacht  vom 12. -13.6.2009 - 100 km und 1000 Höhenmeter um Ulm herum - Bildbericht von Thomas Schmidtkonz

Teil 2: Die erste Hälfte

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Faszinierender Nachtlauf

Da ich sehr selten nachts laufe, fasziniert mich heute die ungewohnte Stimmung. Dazu kommt diese einzigartige Atmosphäre. Als ich dann auf einen unproblematischen Feldweg laufe, schalte ich meine Stirnlampe erstmals aus. Langsam gewöhnen sich daraufhin die Augen ans Dunkel der Nacht. Über mir ein wunderschöner Sternenhimmel mit Großen Wagen, Orion und sonstigen Sternbildern deren Namen ich astronomischer Banause nicht kenne.
Wann mag der Mond aufgehen? Wenn er scheint, kann ich sicher noch öfters ohne Lampe laufen!

Nach bereits knapp 10 Kilometern Laufstrecke erreichen wir in einem Wald etwa 650 m über NN den höchsten Punkt der ganzen Strecke. Dahinter geht es erstmal nach Erstetten bergab. Hier blühen ja lauter Blumen am Wegrand! Was mögen das für Blumen sein? Ich zücke die Digi und das Blitzlicht wird es zeigen!

Ulmer Laufnacht 2009

Blumen am Wegrand kurz vor Erstetten.

In Erstetten gibt es nach 10 Kilometer Laufstrecke erstmals was zu trinken. Ich mache gerne davon Gebrauch.

Ulmer Laufnacht 2009

Erste Verpflegungsstelle nach gut 10 km Laufstrecke

Nachtwald

Wieder geht es nun für längere Zeit durch den Wald. Das scheint eine schöne Gegend zu sein. Schade, dass man in der Dunkelheit so wenig sieht. Rechts von mir huscht gerade ein verschreckter Igel ins Gebüsch. Der wellige Kurs durch diesen nächtlichen Wald macht mir viel Spaß. Gerade bei den Anstiegen überhole ich einige Geher. Das gefällt mir.
Einer der Läufer, den ich gerade überhole, fragt mich dabei: "Was hast Du denn alles in Deinem riesigen Rucksack?"
Ich erwidere. "Alles was ich zum Überleben brauche!".
Er: " Dann weiß ich ja, an wem ich mich später wenden muss!"
Schnell lass ich diesen laufenden "Nassauer" hinter mir ...

An einer Lichtung zirpen sogar trotz der kalten Nacht einige Grillen. Vielleicht wird es ihnen ja dadurch etwas warm? Mir ist es schon warm. Daher habe ich bereits die oberste meiner drei Zwiebelschalen im Rucksack verstaut.

Ulmer Laufnacht 2009

Dichter Andrang beim Verpflegungspunkt bei KM 20

Erbach - KM 20

Twitter 1:35: "Km 20 erreicht, alles super"

In Erbach gibt es reichlich Verpflegung. Hier oder auch etwas später gibt es sogar Frischkäse mit frischen Peperoni. Beim Peperoni greife ich gerne dazu, da er schmerzlindernd ist. Ich hoffe, dass ich so spätere Schmerzen abwehren kann.

Ulmer Laufnacht 2009

Der Autor bei KM 20

Ulmer Laufnacht 2009

Bei dieser Unterführung in Erbach ergibt sich mal die Gelegenheit für ein Foto

Donau

Wir überqueren nun einen Seitenarm der Donau und laufen dann lange am anderen Arm der Donau entlang, ohne die Donau zu sehen, da ein Damm die Sicht versperrt. Mittlerweile scheint der Mond und da wir im offenen Gelände laufen, kann ich wieder mal meine Stirnlampe ausschalten.  Das wackelnde Licht der Taschenlampen der beiden Läufer hinter mir nervt mich dabei. Ich gebe daher Gas und versuche Abstand von ihnen zu gewinnen. Endlich kann ich wieder alleine und ungestört die Einsamkeit der langen Laufnacht genießen. Dieser Streckenabschnitt ist dabei sehr meditativ, da er sich ewig geradeaus und eben wie ein Brett in die Länge zieht.

Das Kraftwerk von Donaustetten beendet meine meditative Phase, da hier die ewige Gerade endet, wir dort die Donau überqueren und ich mit einem Mitstreiter länger ins Gespräch komme.

Ulmer Laufnacht 2009

Trinkstelle in Donaustetten nach 26 km Laufstrecke

Wieder Wald

Wieder tauchen wir in den Nachtwald ab. Ein Läufer liegt mit Folie am Waldrand. Die Sanitäter sind schon unüberhörbar unterwegs und rauschen mit Blaulicht an uns vorbei, während wir ins Unterholz zur Seite springen. Oh je, das ist schlimm, wenn man schon hier aussteigen muss und sogar die Sanitäter braucht.

Twitter 3:31: " Erste Vögel zwitschern"

Als wir den Wald verlassen, beginnen bereits die ersten Vögel zu zwitschern. Die Nacht wird also bald enden!

Ulmer Laufnacht 2009

Eines der Streckenfeste, wo wir begeistert angefeuert werden

Ulmer Laufnacht 2009
Ulmer Laufnacht 2009

Ein weiterer Verpflegungspunkt

Iller

Twitter 3:52: "Km 37 toller Lauf"

In Illerkirchberg beginnt langsam der Morgen zu grauen. Zwei Kilometer weiter erreiche ich den Iller. Die nächsten nun gut 20 km werden wir fast immer am Flussufer des Illers und später der Donau entlanglaufen. Nennenswerte Steigungen wird es daher nur an den Brücken geben.
Zwitscherten zuvor nur einzelne Frühaufsteher unter den Vögeln, hebt nun ein regelrechtes Vogelkonzert an.

Bei Kloster Wiblingen biegen wir mal kurz vom Flussufer ab. Ich kann das sehenswerte Kloster nur mit Mühe und Not auf Foto bannen, da es zum Fotografieren eigentlich immer noch zu dunkel ist.

Ulmer Laufnacht 2009

Kloster Wiblingen in der ersten Morgendämmerung

Ulmer Laufnacht 2009

Verpflegungspunkt beim Kloster Wiblingen. Wir haben nun gut 43 km geschafft.

Wunderschöner Morgen

Als wir wieder zum Flussufer abbiegen, bricht endlich der Morgen so richtig an. Die Stirnlampe habe ich schon vor einigen Minuten weggepackt. Die Szenerie fasziniert mich. Der Morgenhimmel ist in ein sanftes Rot getaucht, während über den Flussauen noch sanfter Nebel  streicht. Oh, was ist denn das in der Ferne? Das muss schon das Ulmer Münster sein!

Ulmer Laufnacht 2009

In der Ferne das Ulmer Münster von der Iller aus gesehen

Ich liege gut in der Zeit. Das ist doch ein Grund etwas Gas zu geben, dann schaffe ich vielleicht sogar eine ganz ordentliche Zwischenzeit bei der Halbzeitmarke von 50 km. Vielleicht bleibe ich da ja noch unter 6 1/2 Stunden!

Nach 147 Kilometern Flusslauf mündet der Iller in die Donau. Wir haben dagegen erst knappe Hundert Kilometer weniger geschafft.

Ulmer Laufnacht 2009

Hier mündet die Iller nach 147 km in die Donau. Wir sind dagegen gerade mal 48 km gelaufen

Ulmer Laufnacht 2009

Über eine Donaubrücke erreichen wir den Ortskern von Ulm

Halbzeit in Ulm

Twitter 5:36:  "Km 50 liege gut in der Zeit"

Ich überquere auf einer Brücke die Donau und erreiche nach 6 Stunden und 25 Minuten Laufspaß im Vorhof des Donauschwäbischen Zentralmuseums  die magische 50 km - Marke.
Hier raste ich erst einmal ein paar Minuten und fasse in aller Ruhe Verpflegung nach. Was den zeitlichen Rahmen betrifft, kann ich Dank der guten Zwischenzeit gemütlich in die zweite Hälfte der Strecke gehen. Da es heute bestimmt noch ein warmer Tag wird, kommt mir der unerhofft gewonnene Zeitpuffer sehr entgegen.

Ulmer Laufnacht 2009

Im Vorhof des Donauschwäbischen Zentralmuseums erreichen wir die magische 50 km - Marke.

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