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Gegensätze in Biel am frühen Morgen hinter KM 70:
Himmel hoch jauchzend - zu Tode betrübt

laufspass.com -  100 km von Biel vom 11.6. - 12.6.2004 - Bildbericht von Thomas Schmidtkonz

Die Nacht der Nächte - Ein Kultlauf mit traditionellen Wetterkapriolen

"Irgendwann mußt du nach Biel"

Teil 3 - Stille der Nacht

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Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Einleitung Vor dem Start Straßenfeste Stille der Nacht Der Große Regen
Ho Chi Minh Pfad Der lange Anstieg Der lange Marsch Das Ziel der Träume Infos / Links / Bewertung

Stille der Nacht

Einer der nächtlichen Verpflegungsstände

Nach dem "Radau" in Aarberg wird es gleich wieder still. Wir laufen auf einem schönen Feldweg erstmals durch Waldabschnitte. Da ist es richtig dunkel. Ich bin richtig froh meine Stirnlampe dabei zu haben.

Kurz vor Lyss bei KM 23 habe ich Andreas wieder eingeholt. Dort wartet schon seine Frau als Fahrradbegleiterin.
Nachdem ich sie begrüßt habe, verabschiede ich mich von beiden. Ich habe auf eine Fahrradbegleitung verzichtet, da ich das Erlebnis 100 Kilometer ganz auf mich allein gestellt genießen will.

Im weiteren Verlauf muss man immer wieder aufpassen, dass man nicht von einem "übernächtigten" Fahrradbegleiter über den Haufen gefahren wird.

Es folgt nun ein landschaftlich schöner aber auch welliger Kurs. Allerdings sieht man von den landschaftlichen Schönheiten im Dunkel der Nacht nicht all so viel. Auffallend sind aber immer wieder die schönen alten Bauernhäuser, wo die Dächer so schön überstehen. Da kann man sich bei Regen schön unterstellen, was mir später noch von Nutzen sein wird. Im Moment ist es aber noch trocken und die Temperaturen sind angenehm mild.

Einer der Läufer in Militärkleidung trägt einen sichtlich besonders schweren knallgelben Rucksack, der bis zum Rand gefüllt ist. Das ist ja meiner richtig winzig. Ich frage ihn, ob dass zum Militärreglement gehört, so einen schweren Rucksack zu tragen. Aber ich werde aufgeklärt, dass er das alles nun mal "zum Überleben" bei diesem Lauf bräuchte, da er ja mit voller Montur läuft. Na ja ich nehme das mal so hin und überdenke kritisch den geringen Inhalt meines Rucksacks. Er besteht aus einen 2. Laufshirt und einer kurzärmeligen Jacke und ein paar weiteren Kleinigkeiten. Aber andere laufen ja ganz allein ohne alle dem und siegen hier sogar!

Der hügelige Kurs bis Kilometer 30 macht mir viel Spaß und ich kann etliche Läufer dabei überholen.
Wir durchqueren wieder waldige Abschnitte, wo es zapfenduster ist. Wie Trauben hängen sich dabei Mitläufer ohne Lampe und Fahrradbegleitung  in den Schatten des Lichtkegels meiner Stirnlampe, magisch vom Licht angezogen wie Motten der Nacht.

Wir durchqueren um halb zwei morgens winzige Ortschaften, wo immer noch mächtig gefeiert wird und wir auch entsprechend angefeuert werden. Etliche der Zaungäste sind schon reichlich angeheitert...

Hinter der Verpflegungsstelle bei Scheunenberg geht es nun auf eine ewig lange gerade Landstraße.
Links von uns erheben sich dabei bewaldetet Hügel, von denen man aber kaum was sehen kann, da wir uns nun in eine immer dichter werdende Nebelsuppe hinein bewegen.

Die Atmosphäre ist gespenstisch. Eine graue Shilouette von Läufern und geisterhaft flackernder Lichtern bewegt sich vor mir.

Wir werden nun immer öfter von den Nachtmarathonläufern überholt, die im Schlussspurt ihrem Ziel in Oberramsern entgegen streben.

Auch ich erreiche Oberramsern um fast 3 Uhr morgens, wo obwohl es schon fast 3 Uhr ist, auch noch etliche Zuschauer feiern. Deren Stimmung wird nun immer ausgelassener.
Ich habe nun 39 Kilometer geschafft und dafür fast 5 Stunden gebraucht.
Wegen einer Zusatzschleife in Biel ist hier auch das Ziel der Nachtmarathonläufer.
Von denen werden wir nun nicht mehr überholt, als wir in Oberramsern von der langen geraden Straße auf kleinere Fahrwege abbiegen.

Langsam kommt nun Regen auf ...

Straßenfeste

Der Große Regen

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