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Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Starterfeld beim Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

laufspass.com

Immenstädter Gebirgsmarathon am 02.08.2008 - Über 12 Gipfel musst Du gehen - Bildbericht mit philosophischen Betrachtungen von Thomas Schmidtkonz

42,2 Kilometer,  + 2700, - 2300 Höhenmeter, 12 Gipfelanstiege, ein Laufabenteuer und  Berglauferlebnis pur

Teil 1: Der Tag zuvor und vor dem Start

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Inhaltsverzeichnis

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Einleitung

Sechs Berge rauf und sechs Berge runter laufen und das hin und zurück, macht also nach Adam Riese insgesamt 12 mal rauf und 12 mal - manchmal sogar auf dem Hintern rutschend - runter. Wer so verrückt ist und das ausprobieren möchte, muss unbedingt  Deutschlands anspruchsvollsten Marathon, den Gebirgsmarathon Immenstadt mitlaufen.

Da wir dieses Jahr erstmals wieder bei der Talstation der Mittagbergbahn in Immenstadt statt der Mittelstation starteten, summierten sich die Anstiege sogar auf etwa 2700 Höhenmeter statt 2500 Höhenmeter wie im Vorjahr. Diese 2700 Höhenmeter mussten wir nicht nur rauf sondern auf zum großen Teil anspruchsvollen Steigen auch wieder runter laufen.

Erfahrung beim Laufen im Hochgebirge, eine gute Kondition, Trittsicherheit, die passende Ausrüstung und vielleicht sogar eine Spur Stoizismus sind daher wichtige Voraussetzungen, will man den hohen Ansprüchen dieses Laufes genügen.

Joggingtour von der Derbalpe zum Mittagberg und Großen Bärenkopf am Vortag

Ich reise bereits zeitig am Vortag an. So habe ich noch Zeit für eine kleine Joggingtour mit gut 600 Höhenmetern Steigung von der Derbalpe oberhalb von Blaichach zum Mittagberg und Bärenkopf hoch.
Dabei muss ich ständig auf finstere Wolkenfronten am Himmel und Horizont achten, da für heute Abend schwere Gewitter angesagt sind. Natürlich habe ich in meinem Laufrucksack die entsprechende Ausrüstung dabei.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Unter mir die Schleifalpe und im Hintergrund Sonthofen

An diesem Nachmittag ist es extrem schwülwarm. Der steile Anstieg hier ist Schweiß treibend.
Bald erreiche ich die Oberbergalpe. In der tropischen Hitze lassen sich dort die glücklichen Schweine bei ihrem Schlaf im Schlammbad nicht stören, als ich sie fotografiere.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Die fühlen sich sauwohl

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Rinder - darunter Sonthofen

Am Gipfelrand des Mittagbergs bläst dagegen bereits ein unangenehm kalter und stürmischer Wind, während ich ins Tal Richtung Immenstadt blicke. Dort unten werden wir morgen starten.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Blick vom Mittagberg auf Immenstadt

Hinter dem Mittagberg, wo die Nagelfluhkette beginnt, erklimme ich noch das Bärenköpfle, wo es bis ins späte 18. Jahrhundert noch Bären gab. Aber Bruno kam hier nicht vorbei.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Blick vom Bärenkopfgipfel zum Steineberg

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Hier gab es noch im 18. Jahrhundert Bären

Über Käser steige ich schließlich zum Ausgangspunkt meiner Tour in Form eines Achterkurses ab.
Sie macht mir bereits viel Vorfreude auf den morgigen Tag.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Abstieg über Käser

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Blick zum Grünten

Gewitterfronten

Als ich wieder ins Hotel in Sonthofen Nord komme, legt das angekündigte Gewitter schon los. Der Himmel spielt Krieg. Es regnet dann nicht nur während meines Abendessens, sondern auch die ganze Nacht durch. Unruhig schlafe ich ein. Im Traum von Wetterkobolden verfolgt frage ich mich immer wieder: Wie wird das Wetter morgen sein? Werden wir die Original- oder die Ausweichstrecke laufen? Wird's sumpfig und glitschig?
Alles ungewisse Fragen. Bei der unproblematischen Ausweichstrecke, die wir schon mal 2006 liefen brauch ich keinen Laufrucksack. Da reichen meine Gurte. Bei der schweren Originalstrecke will ich mit Rucksack laufen. Also bereite ich schon mal beide Optionen vor und lass den Rest auf mich zukommen. Außerdem wie heißt es so schön: "Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung."

Hektik am Morgen - Der Start an der Talstation der Mittagbahn

5:50: Als ich am frühen Morgen erwache ist zwar alles von Wolken verhangen, aber wenigstens regnet es nicht mehr. Meine Wirtin musste widerwillig schon um 7 aufstehen, um mir noch schnell ein Frühstück zu servieren, entsprechend gut ist ihre Laune. Bis 7:30 muss ich schon beim Start sein. Aber vor 7:00 war sie nicht zu bequemen: " Sie sind doch in 5 Minuten dort. Fahren sie so und so ..." - durchs Labyrinth.
Ich rechne mal realistischer 15 Minuten Fahrtzeit ein. So habe ich beim Frühstück wenig Zeit und Ruhe.
Hektik, Aufregung und Unruhe sind heute Morgen in einer nicht mehr zu Ruhe kommenden Welt das Maß aller Dinge.

7:03: Ich würge zwei Brötchen rein, während es wieder zu regnen beginnt. "Heute soll es doch schöner werden, sagte der Wetterbericht! " sage ich. "Nein, " erwidert die Wirtin "das regnet den ganzen Tag. Kein Wind, der Regen hängt sich in die Berge rein. Höchstens am Abend wird's besser. Morgen wird's aber schön. Da wollen wir Ballon fahren!". Na, sie wohnt hier. Die "Bergler" kennen sich mit ihrem Wetter ja oft sehr gut aus. Keine guten Aussichten!

7:11: Nach diesem wenig ermunternden Gespräch, packe ich meine sieben Sachen und flüchte von dannen. "Sie haben's aber eilig ..." ruft sie mir hämisch nach.

7:15: Ein noch verschlafener Autofahrer bummelt vor mir, während ich die Mittagbergtalstation suche.
Da mir die Wirtin aber den Weg doch recht gut beschrieben hat, finde ich ohne Umwege hin.

7:22: Kurz vor halb acht bin ich da und bekomme einen der letzten Parkplätze.
Der Regen hat auch aufgehört. Sollte die Wirtin mit ihrer Wetterprognose unrecht haben?

So viel war hier noch nie los! War es 2005 gerade einmal ein winziges Häufchen von etwa 15 Teilnehmern, so hat sich nun die Teilnehmerzahl auf etwa 150 verzehnfacht.
Entsprechend lang ist nun die Schlange vor der Startnummernausgabe. Die Startnummer interessiert mich momentan nicht, sondern einzig und allein die Antwort auf die alles entscheidende Frage: "Welche Strecke laufen wir?".

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Vor der Startnummernausgabe hat sich eine Schlange gebildet

Willi Hiemer und sein Laufklassiker: Der Gebirgsmarathon

Daher stürme ich zu Willi Hiemer vor und will mich bei ihm erkundigen welche Strecke wir heute laufen.
Willi ist der Vater dieser Veranstaltung. Vor 20 Jahren lief er erstmals alleine diese Strecke. Lauffreunde waren von seiner bergigen Tour begeistert und so hoben sie ein Jahr später den Gebirgsmarathon aus der Taufe.

Trotz der wunderschönen Strecke blieb dieser Lauf, von ein paar Insidern abgesehen, in der Laufszene weitgehend unbemerkt. Die Teilnehmerzahlen blieben immer im zweistelligen Bereich und mit 11 Teilnehmern gab es auch einmal einen Negativrekord.
Schließlich erklärte sich mit Michael Schwarz ein langjähriger Teilnehmer bereit, das "Marketing" für diesen Lauf in die Hand zu nehmen und den Lauf bekannter zu machen. Er ließ Flyer drucken und verteilen und mit der Website www.gebirgsmarathon.de folgte auch ein Internetauftritt.

So entdeckte auch ich diesen einzigartigen Lauf und lief 2006 erstmals mit, damals leider auf der Ausweichstrecke. 2006 waren wir dann schon etwa 40 - 50 Teilnehmer, während ein Jahr später, dieses mal auf der Originalstrecke, schon fast 100 Läufer mitliefen.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Das Team Bittel beim Gebirgsmarathon von links: Jörg, Thomas, Dieter, Jörg und Manuela

Juhu - Wir laufen die Originalstrecke

Ich komme gerade recht. Willi gibt gerade mit seinem Megaphon - beide ein unzertrennliches Paar und das Megaphon auch Maskottchen dieser Veranstaltung - folgendes durch: Wir laufen die Originalstrecke! Die Wetterprognosen für heute sind gut. Da es aber nachts geregnet hat, kann es sehr glitschig sein. Wir sollen beim Laufen gut auf uns aufpassen!

Natürlich hat Willi wie viele Berglaufveranstalter nach dem Drama beim Zugspitzlauf auch Angst. Bei so einer Veranstaltung kann immer was passieren. Berge, so wie das ganze Leben, sind nun mal gefährlich! Momentan lauert aber auch die Presse wie eine wilde Meute auf solche Ereignisse.
So ist heute schon - ist es Zufall? - der BR präsent und will unseren Start filmen.

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Presse und BR fotografieren und filmen den Start
Sound dazu

Ausrüstung

Schließlich habe auch ich meine Startnummer und kann meinen Laufrucksack schultern. Trotz der guten Wetterprognosen habe ich eine Wärmefolie und wärmende Kleidung dabei. Außerdem führe ich ein Handy für evt. Notruf, desweiteren zwei Trinkflaschen, Energy  Gels gegen den Hungerast und zwei Mineralienbrausetabletten gegen Krämpfe mit. Mit dieser Brausetablette konnte ich letztes Jahr einen Läufer gegen seine Krämpfe im Oberschenkel helfen.

Da bei diesem Lauf die Verpflegungsstationen eher spärlich gesät sind und es wenige Helfer gibt, sollte sich jeder Teilnehmer hier auf Fälle entsprechend ausrüsten. Dazu gehört auch ein gutes Paar Crosslaufschuhe mit entsprechendem Profil. Ich habe sogar für alle Fälle eine Wanderkarte dabei, obwohl ich die Strecke ja bereits kenne.

Ich jedenfalls fühle mich gut ausgerüstet. Wer es nicht ist, muss selbst mit den evt. Konsequenzen klar kommen. Wer in den Bergen läuft, muss eigenverantwortlich laufen und nicht wie Messner so anschaulich zum Zugspitzlauf sagte, wie die Lemminge den Abgrund entgegen ...

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Knapp 150 Starter reihen sich auf

Immenstädter Gebirgsmarathon 2008

Links Vorjahressieger Stefan Timmermann mit vierbeiniger Begleiter

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