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laufspass.comSwiss Jura Marathon 4.7. - 10.7.04

Bildbericht von Norbert Rößler

Teil 2 - Tag 1

Einlaufen mit ersten Jurastückchen (45 Km, +1.200m, -534m)

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Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Einleitung Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4
Tag 5 Tag 6 Tag 7    

Der Tag 1

Die ersten Km durch Parkanlagen am Genfer See, dann ansteigend am Flughafen vorbei und schließlich links ab ins Landesinnere. Erstmals sehen wir die imposante Jura-Kette vor uns. Wir passieren einige verschlafene Dörfer, in denen so früh am Sonntagmorgen natürlich noch nichts los ist. Französischer Charme, so ein wenig verfallen – jedenfalls nicht so perfekt proper schweizerisch. Wir sind ja auch nur wenige Meter von der französischen Grenze entfernt.

Die ersten 10 Km verliefen überwiegend auf Asphalt, aber jetzt geht es an einem Bach entlang: wurzelig, steinig, mal ein paar Meter aufwärts, dann wieder hinab, mal nur 30 cm breit, mal schräg zum Bach abfallend. Berühmtheiten wie der Ho-Tschi-Minh-Pfad oder auch „Europas größter Cross“ -der Rennsteig- sind ein Spaziergang dagegen. Unwillkürlich wird man schneller – einfach toll. Dieses Stück würde ich gerne einpacken und als Trainingsstrecke mit nach Hause nehmen. Gleich nach dieser Passage folgt die dritte der gut bestückten Verpflegungsstellen. Ich nehme mir reichlich Zeit, denn jetzt folgt ein langes Stück über Felder und am Waldrand entlang und die Sonne brennt schon ordentlich.

Dieses Stück finde ich etwas mühsam, aber von weitem grüßt die nächste Abwechslung – der Dôle, der uns etwa 970 Höhenmeter Anstieg auf 13,5 Km bescheren wird.
Ab Km 25 geht es los. Nicht übermäßig steil, asphaltiert, durchaus laufbar. Zumindest für Carmen Hildebrand, die mich hier leichtfüßig überholt. Wir werden uns in den nächsten Tagen noch öfter begegnen. Ich gehe die Etappen immer schneller an als sie. Je länger es bergauf geht, umso sicherer überholt sie mich. Und ab und zu, wenn sie sich verläuft oder es richtig bergab geht, komme ich wieder näher. Carmen wird sowohl das erste, als auch die drei folgenden Teilstücke als zweite der Frauenwertung beenden. Auf halber Höhe wieder eine Verpflegungsstelle. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Genfer See mit Montblanc im Hintergrund.

Es folgen Schotterwege, später nur noch Pfade und schließlich doch ein paar ganz gemeine Steilstücke. Dann sind wir oben (?) und vor uns baut sich eine mächtige Felswand mit allerlei technischen Anlagen auf. Müssen wir da rauf ? Alle theoretischen Zeitziele entschwinden in weite Ferne, die Beine sind plötzlich schwer. Aber die Helfer am 7. Verpflegungsstand geben Entwarnung. Nach rechts über eine Kuhweide und nur noch einen Sattel hoch. Dann geht´s bergab.

Zuerst rumpelig mit vielen Steinen und Wurzeln in hohen Stufen. Das ist mir zu riskant. Weder Muskeln noch Reflexe sind mehr auf dem neuesten Stand. Also erst mal langsam und nach einem Kilometer, als es im Wechsel über Weiden bzw. Asphalt und Schotterwege geht, lasse ich es wieder laufen. Insgesamt ist der Abstieg flott laufbar, 2 Km vor dem Ziel begrüßen uns die ersten Fans, die ersten Häuser von St. Cergue tauchen auf. Teil 1 ist geschafft. Nur noch 278 Km.

Die Turnhalle für diese Nacht liegt in Sichtweite des Ziels (modern, hell, großzügig), unser Gepäck wartet im Hof auf uns, und nach der Einrichtung des Nachtlagers kann gegen 13.00 die Regeneration beginnen (Duschen, Wäschewaschen, Essen, Massage, Ortsrundgang, Ausruhen).

Um 18.00 Uhr gibt´s Abendessen, Rangverkündigung, Einstimmung für den Folgetag und Preisverlosung und danach für die Fußballbegeisterten noch das EM-Endspiel. Die Stimmung ist prächtig. Der Lauf war noch nicht übermäßig anstrengend, das Wetter ist klasse, man hat viel Zeit alte Bekanntschaften aufzufrischen oder neue zu knüpfen. Irgendwie jugendlagermäßig geht´s bis jetzt zu.

<== Einleitung

Tag 2 ==>

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