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laufspass.comSwiss Jura Marathon 4.7. - 10.7.04

Bildbericht von Norbert Rößler

Teil 7 - Tag 6

Die Durchsteh-Etappe

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Inhaltsverzeichnis

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Inhalt

Einleitung Tag 1 Tag 2 Tag 3 Tag 4
Tag 5 Tag 6 Tag 7    

Der Tag 6

Die heutige Etappe ist wieder richtig kurz (nur 49 Km), weist dafür aber die meisten Höhenmeter auf (zumindest nach offiziellen Angaben ). Aus Biel hinaus begleiten uns Polizeimotorräder, dann geht´s am Zoo vorbei kräftig bergauf nach Plagne.

Heute habe ich mich zu einem Wettrennen mit Eric von „Passt schon 98“ verabredet. Ca. 3,5 Minuten liegt er nach 5 Tagen vor mir, wir haben uns beide zu unserem Ehrgeiz bekannt und kämpfen um das wichtige Ziel, wer von uns den 27. Rang belegen wird (beim 27. Rang endet die erste Seite der täglichen Ergebnisliste und wir wollen eben auf der ersten Seite stehen). Da ich immer schneller angehe als Eric, bin ich schon überrascht, als er schon an der 2. Verpflegungsstelle nach 15 Km an mir vorbeieilt.

Zumindest was den Ehrgeiz angeht ist er mir heute absolut gleichwertig. Zwischen der zweiten und vierten VS (so ungefähr) folgt ein wunderschöner Streckenabschnitt. Ein Kammweg über die erste Jurakette. Tolle Blicke nach beiden Seiten. Rechts schlängelt sich die Aare durch die Ebene. Man erkennt Solothurn. Das Ganze wirkt noch schöner (dramatischer) weil wir wieder fast in den tiefhängenden Wolken verschwinden. Die Wolkenfetzen rahmen die Ebene sozusagen ein.

Sehr viel Zeit zum Schauen haben wir allerdings nicht, denn der Weg ist auf dieser Passage wieder mal gelinde gesagt technisch anspruchsvoll. Ein richtig netter Felsenpfad wieder, auf und ab in schlecht laufbaren Stufen (und beim Springen ist die Muskulatur langsam doch widerwillig), dazwischen Matsch, ein wenig Feuchtigkeit aus den Wolken - also wieder richtig schwer. Nach einer kurzen Nebelpassage wird dann aber fast alles gleichzeitig besser. Die Sonne scheint golden und warm, die Wege werden breit und die Steigungen bzw. Gefälle bewegen sich viele Kilometer lang im unteren einstelligen Prozentbereich.

Natürlich wären wir nicht im Jura, wenn nicht mal ein unfairer Anstieg, ein Wurzelpfad oder ein bis zwei Kilometer Matschrutscherei dazwischen gestreut wären, aber insgesamt geht es zivil zu. So ziehe ich einen gleichmäßigen Schritt und irgendwann ziehe ich mich auch ganz langsam an Eric ran. Er hat aber immer noch ein gutes Tempo drauf und da ich auch noch mal Steine aus den Schuhen holen muss, hat er an der letzten V-stelle immer noch 2 Minuten Vorsprung. Es folgt noch mal ein richtiger Hammeranstieg in Serpentinen auf einen Felskamm hinauf und dann geht´s bergab. 600 Hm auf 2 Km.

Wenn ich ihn mit Laufen nicht erwische, dann eben mit Risiko. Carmen Hildebrand, die Führende bei den Frauen, erklärt uns zwar beide für verrückt, als wir im Minutenabstand an ihr vorbeidonnern, aber es macht einfach Riesenspaß, auch wenn es objektiv unvernünftig für die Muskeln und wahrscheinlich sogar gefährlich ist, was wir da treiben. Aber der Zweck heiligt die Mittel, mit den Beinen renne ich was geht, mit den Armen bremse ich etwas an den Büschen und genau am Ende des Gefälles habe ich Eric erreicht. Wir freuen uns beide, wie gut wir durchgekommen sind, erklären den Zweikampf für heute für unentschieden und traben den letzten Kilometer gemeinsam durch den Ort zum Ziel an der Hauptstraße des malerischen Ortes.

Beim Abendessen wird es dann richtig ernst. Alle die mehr als 7.15 Stunden gebraucht haben, werden zu den Finishern versetzt. Einige langsame Finisher dürfen morgen nicht mehr die komplette Strecke laufen. Der Druck steigt, die Wehwehchen nehmen zu und die Müdigkeit steht mittlerweile in fast allen Gesichtern. So ganz viel ist nicht mehr übrig von der Jugendlagerstimmung des ersten Tages.

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